08.12.2014
Strahlende Kinderaugen in Rumänien
Nikolauskonvoi bringt Hilfsgüter und Weihnachtgeschenke zu armen Kindern

10 Fahrzeuge, 30 Helfer, 50 Tonnen Hilfsgüter, 6.000 Weihnachtspäckchen und mehr als 40.000 Kilometer auf der Straße – der Nikolauskonvoi 2014 ist seit dem Wochenende wieder zurück aus Rumänien. Mission erfolgreich beendet. Und dennoch sind bei den Helfern die vielen Eindrücke aus der bitterarmen Region rundum Craiova noch immer präsent. Es sind Eindrücke von Not und Elend, Eindrücke, die unter die Haut gehen. Umso größer ist daher die Freude bei den Helfern und den bedürftigen Kindern. Denn der Hilfstransport war nicht nur unterwegs, um, Armut zu lindern, sondern auch, um etwas Weihnachtszauber zu verbreiten und Kinderaugen strahlen zu lassen.

Ins Leben gerufen worden war das Nikolauskonvoi-Projekt vom Verein "Hinsehen und Helfen e.V.“. Unterstützung fand der Verein bei vielen Sponsoren – unter anderem auch bei der AL-KO KOBER GROUP, die den FC Augsburg und den Reisemobilhersteller Carthago für dieses Projekt gewinnen konnte. Mitarbeiter vieler mittelständischer Unternehmen in ganz Schwaben und Unterfranken initiierten eigene Sammelaktionen für das Projekt, neben AL-KO stellten auch die Firmen ROMA im schwäbischen Burgau und Cummins im unterfränkischen Marktheidenfeld ihre Logistik und Lagerhallen zum Verpacken und Sortieren der zahlreichen Sachspenden zur Verfügung. Und so waren letztlich rund 30 Frauen und Männer zusammen mit dem Hilfskonvoi von Marktheidenfeld und Günzburg nach Craiova in Rumänien aufgebrochen, um nach 34 Stunden Fahrtzeit Weihnachtspäckchen an hilfsbedürftige Kinder zu verteilen - in Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern, aber auch bei Familien zu Hause oder in Gemeindezentren. Insgesamt 50 Tonnen Weihnachtsgeschenke und Hilfsgüter übergaben die Helfer an Kinder und Familien.

Unterstützt wurde der Nikolauskonvoi vor Ort in Craiova von ehrenamtlichen Helfern der Firma Cummins in Craiova, die kurzfristig Lagerhallen und Logistik zur Verfügung stellten, sowie vom örtlichen Roten Kreuz und einer Gruppe Studenten, die ein Sozial-Projekt der Universität in Craiova begleiten. Zahlreiche Helferinnen und Helfer berichten täglich im Internet über die Erlebnisse. „Wir Helfer waren oftmals entsetzt und manchmal auch geschockt“, erzählt Christian Oberlander, Vorsitzender des Vereins "Hinsehen und Helfen e.V.“ und Leiter der IT-Abteilung der AL-KO KOBER GROUP. Die Verhältnisse vor Ort seien teilweise katastrophal. „Die Armut der Menschen in den ländlichen Gebieten von Rumänien ist unbeschreiblich groß. Einerseits liegt ein mittleres Familieneinkommen bei etwa 200 Euro im Monat, andererseits sprechen wir von Preisen auf dem Niveau von Deutschland – und sogar darüber hinaus. Es fehlt am Nötigsten. Und staatliche Unterstützung gibt es nicht oder nur sehr eingeschränkt“, so Oberlander weiter. „Wir haben deshalb vor Ort noch Lebensmitte und Hygieneartikel gekauft, um die schlimmste Not zu lindern – soweit wir das konnten.“ 
Für das Nikolauskonvoi-Team war es wichtig zu sehen, dass auch mit kleinen Geschenken große Freude bereitet werden kann. Hilfe, die direkt bei den Ärmsten der Armen ankommt und vor allem die Kinder wissen lässt, dass es Menschen auf der Welt gibt, die an sie denken und sie nicht ganz alleine und vergessen sind - das ist es, was die Helferinnen und Helfer vom Nikolauskonvoi anspornt. Denn Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit ist für viele der Menschen in Rumänien, die weit unter der Armutsgrenze leben, ein ständiger Begleiter.

Für die meisten der Kinder war das Päckchen vom Nikolauskonvoi das einzige Geschenk zum Weihnachtsfest. „Deshalb sind die vielen strahlenden Kinderaugen und freundlichen Worte der Kinder und Eltern für uns alle eine Belohnung“, sagt Christian Oberlander. Dieser Zuspruch lasse sämtliche Anstrengungen und Entbehrungen vergessen. 

Weitere Informationen und Bilder zum Nikolauskonvoi im Internet unter www.nikolauskonvoi.de