15.02.2011
„Nicht nur ein Lehrlingsstück, sondern ein Meisterwerk“
Auszubildende der AL-KO KOBER GROUP fertigen modernen Schweiß-Trainings-Roboter ASTRO

Roland Kober war sichtlich beeindruckt: „Das ist nicht nur ein Lehrlingsstück, sondern ein Meisterwerk“, betonte der AL-KO Vorstandssprecher bei der Präsentation des neuen AL-KO Schweiß-Trainings-Roboters ASTRO. Vier Auszubildende – drei von ihnen haben ihre Lehrzeit bereits erfolgreich abgeschlossen und sind von AL-KO übernommen worden – fertigten im vergangenen Jahr im Rahmen einer Projektarbeit aus einem ausgemusterten KUKA-Roboter KR 15/1 einen modernen Schweißroboter, der höchste Sicherheitsvorschriften erfüllt und damit sogar die CE-Zertifizierung erhalten hat. AL-KO wird den ASTRO künftig im Unternehmensbereich Fahrzeugtechnik zu Schulungszwecken für Auszubildende und Fertigungsmitarbeiter im Qualifizierungsprogramm AL-KO Campus / Junior Campus einsetzen. Darüber hinaus kann der Roboter zur Fertigung von Sonderteilen oder Kleinserien verwendet werden.

Die Aufgabe für die vier Auszubildenden Andreas Seitz, Andreas Weschta, Yilmaz Yilmaz und Lukas Weizmann lautete, den Roboter Typ KR 15/1 aus der Fertigung in Kleinkötz zu einem Schweiß-Schulungsroboter umzubauen. Vorgabe war zudem, dass die Schweißzelle von allen Seiten zugänglich und transportabel sein soll. Bevor es ans Werk ging, wurden die Auszubildenden zunächst in das CAD-Zeichenprogramm eingeführt. Die vier Nachwuchskräfte konstruierten daraufhin ein 3D-Modell, auf dessen Basis bis Mai das Grundgestell errichtet wurde. In enger Abstimmung und Koordination mit verschiedenen Abteilungen im Hause AL-KO und Lieferanten nahm das Projekt unter der Gesamtverantwortung von Harald Hiller, Geschäftsführer Fahrzeugtechnik Europa, nach und nach Formen an. Es folgten ab Mai diverse Lackier- und Montagearbeiten, die ergonomische Gasflaschenhubeinrichtung wurde installiert der Schaltschrank wurde eingebaut und verkabelt und die Absauganlage montiert. Bis August kamen das Rolltor und die Seitentüren hinzu, ebenso der Schweißtisch. In den folgenden vier Wochen erfolgten der Einbau des Dachblechs, die Montage der Absaugkanäle, die Installation des Drahtvorschubs und der Brennerreinigung sowie das Anbringen der pneumatischen Wartungseinheit und der Innenraumbeleuchtung. Im Oktober befand sich das Projekt bereits in der Endphase. Das Bedienpanel wurde installiert, Kabel und Schlauchpaket wurden verlegt und das Riffelblech am Boden montiert. Letzter Schritt war der Transport des Trainingsroboters von Kleinkötz zu seinem Bestimmungsort in der Lehrwerkstatt in Großkötz.

Harald Hiller würdigte das außerordentliche Engagement der vier Nachwuchskräfte, denen durch das Projekt auf interessante und praxisnahe Weise nicht nur AL-KO Kernkompetenzen vermittelt worden seien, sondern auch Aspekte wie Eigenverantwortung, Organisation, Präsentation und Kommunikation. „Eine tolle Leistung“, würdigten auch die beiden Vorstandsmitglieder Roland und Harald Kober. „Sie haben bei diesem komplexen Projekt wirklich an alles gedacht – von der Entwicklung und Dokumentation bis hin zum Marketing. Unser Dank gilt allen Beteiligten, die dieses außergewöhnliche Projekt bei AL-KO zu einem Erfolg werden ließen.“  

Die vier Nachwuchskräfte Andreas Weschta, Andreas Seitz, Lukas Weizmann (noch Auszubildender; knieend von links) und Yilmaz Yilmaz (stehend) haben nach erfolgreichem Projektabschluss den neuen AL-KO Schweiß-Trainings-Roboter ASTRO dem AL-KO Vorstand und den Führungskräften präsentiert. Unser Foto zeigt bei der Vorstellung (von rechts): AL-KO Vorstand Raymond Kober, Ausbildungsleiter Roland Wilcke, AL-KO Vorstandssprecher Roland Kober, Fertigungsleiter Rainer Troglauer, Jürgen Kappelmeyer, Leiter zentrale/er Arbeitssicherheit & Umweltschutz, AL-KO Vorstand Harald Kober sowie Harald Hiller, Geschäftsführer Fahrzeugtechnik Europa