12.02.2011
„Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte“ feiert Jubiläum
80 Jahre AL-KO: Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon lobt den global agierenden Technologie-Konzern als leuchtendes Beispiel für familiengeführte Unternehmen

„Tief beeindruckt“ war heute Vormittag Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon beim offiziellen Festakt zum 80-jährigen Bestehen der AL-KO KOBER GROUP. Der global agierende Konzern mit Sitz in Bayerisch-Schwaben könne auf eine „bemerkenswerte Erfolgsgeschichte“ zurückblicken, betonte er. Gleichzeitig sei AL-KO ein „leuchtendes Beispiel“ für all jene familiengeführten Unternehmen im Freistaat, welche die Herausforderungen während und nach der Weltwirtschaftskrise in vorbildlicher Weise gemeistert und damit auch soziale Verantwortung übernommen hätten. In ähnlicher Weise äußerten sich auch Dr. Bruno Merk, Bayerischer Staatsminister des Innern a.D, Herbert Kober, Aufsichtsratsvorsitzender der AL-KO KOBER AG, und auch Roland Kober, Vorstandssprecher der AL-KO KOBER GROUP. Über all die Jahre hinweg sei im Unternehmen stets der Mensch im Mittelpunkt allen Handelns gestanden. Und daran werde auch in Zukunft festgehalten, versicherten übereinstimmend die Vorstandsmitglieder Roland, Harald, Raymond und Stefan, die AL-KO nun in dritter Generation als Familienunternehmen führen – und weiter auf Markenaufbau und Wachstumskurs setzen. Das Rezept dazu heißt „Zukunftsoffensive 2015“.

AL-KO Vorstandssprecher Roland Kober ließ zunächst kurz die Meilensteine der Unternehmensgeschichte Revue passieren – angefangen von den Gründerjahren, als sich sein Großvater 1931 mit einer Schlosserei selbstständig machte, um dann wenig später zusammen mit seinen drei Söhnen Herbert, Kurt und Willy aus einem Handwerksbetrieb AL-KO aufzubauen. Heute ist der Konzern weltweit mit 50 Standorten vertreten, beschäftigt rund 3.600 Mitarbeiter und ist führender Anbieter in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Garten + Hobby sowie Lufttechnik.

Vor mehr als drei Jahren sei der 2. Generationswechsel vollzogen worden. „AL-KO wird seither von vier Enkeln des Firmengründers geführt“, so Roland Kober. Erst kurze Zeit im Amt, habe er zusammen mit seinem Bruder Harald und seinen beiden Cousins Raymond und Stefan gleich die erste Bewährungsprobe bestehen müssen. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise habe im Jahr 2008 auch AL-KO getroffen. „Wir haben jedoch schnell gehandelt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. So ist es uns gelungen, die Krise zu meistern und die Grundlage für einen neuen Aufschwung zu schaffen.“ Hier sei allen Mitarbeitern und allen Führungskräften nochmals herzlich für ihren Einsatz und ihren Beitrag zur Überwindung dieser schweren Zeit gedankt, betonte der Vorstandssprecher. „Denn nur gemeinsam konnten wir diese Aufgabe so gut bewältigen.“ Bereits ab dem Jahr 2010 habe sich die Auftragslage in allen Unternehmensbereichen schrittweise verbessert. „Wir haben einen Umsatz von rund 605 Millionen Euro erzielt - im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 17 Prozent.“ Auch der Start ins Jahr 2011 stimme positiv. „Wir erwarten insgesamt wieder ein erfolgreiches Jahr.“

Unterstützt wird die Ausrichtung der AL-KO KOBER GROUP durch ein konzentriertes Maßnahmenpaket, das unter dem Slogan „Zukunftsoffensive 2015“ steht. Ziel ist es, die Marke AL-KO weiter zu stärken und auszubauen, die Mitarbeiter weiter intensiv zu fördern und zu motivieren, neue Märkte in Südosteuropa, Südamerika und Asien zu erschließen, innovative Neuprodukte und Dienstleistungen anzubieten und durch bauliche Maßnahmen im zweistelligen Millionenbereich an den Standorten in Groß- und Kleinkötz ein neues Kunden- und Servicecenter sowie ein Technologiezentrum für alle drei Unternehmensbereiche zu schaffen und damit Strukturen und Prozesse zu optimieren. Darüber hinaus sei diese Investition ein klares Bekenntnis zur Region. „Hier schlägt das Herz von AL-KO. Und hier finden wir den richtigen Menschenschlag, auf den wir bauen können und mit dem wir die Zukunft von AL-KO für weitere Generationen schaffen.“

Dr. Bruno Merk, Bayerischer Staatsminister des Innern a.D, bekannte sich in bewegenden und persönlichen Worten zu seinem Geburtsort Kötz, weshalb er seit Kindesbeinen der Familie Kober und dem Unternehmen AL-KO stets eng verbunden gewesen sei. Er hob insbesondere das soziale Engagement der Firmengruppe hervor, die sich seit Jahren und weit über die Region hinaus auch in den Dienst der Gesellschaft gestellt habe. „Ich kann Kötz nur zum Glück gratulieren, dass sich Schlossermeister Alois Kober damals hier nieder gelassen hat“, sagte Dr. Bruno Merk und verband seine Glückwünsche auch mit dem Wunsch, dass es unter der jungen Generation in der Unternehmensleitung im Sinne des Großvaters sowie der Väter und Onkel weitergehen möge.

Herbert Kober, Aufsichtsratsvorsitzender der AL-KO KOBER AG, eigenen Worten zufolge „ältester noch tätiger Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe“, erinnerte sich zurück an die schwierigen Nachkriegsjahre, die von Erfindergeist, aber auch von harter Arbeit geprägt gewesen seien. Eine wesentliche Stütze des Unternehmens über alle Jahre und Phasen von AL-KO hinweg seien stets die Mitarbeiter gewesen, „auf die wir uns immer verlassen konnten – und heute noch können. Deshalb sind wir heute da, wo wir nun stehen.“ Ein Verdienst nicht zuletzt auch durch die Verinnerlichung eines ganz wesentlichen Grundsatzes der Eltern. „An erster Stelle stand die Firma, dann kamen die Mitarbeiter, dann die Kunden. Danach gab es erstmal nichts – und dann erst die persönlichen Interessen. Das ist bis heute so.“ Herbert Kober zeigte sich überzeugt davon, dass die Welt auch künftig vom Wandel geprägt werde. „Eines darf sich bei AL-KO aber nicht ändern: Der Mensch muss weiterhin im Mittelpunkt stehen.“

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon zeigte sich anschließend sichtlich bewegt vom „Engagement, der persönlichen Verantwortung und dem Einsatz für die Entwicklung dieser Firma“, die sich zum größten gewerblichen Arbeitgeber in der Region entwickelt habe. 80 Jahre AL-KO - verbunden damit seien auch 80 Jahre Familienbetrieb, unternehmerischer Erfolg, Zusammengehörigkeit und Tradition. „Hier wird seit drei Generationen hinweg exzellente Arbeit geleistet“, betonte der Minister und sprach AL-KO und der Familie Kober seinen Dank dafür aus. Die vergangenen zwei Jahre hätten es eindrucksvoll bewiesen: Die hohe Zahl der familien- und personengeführten Unternehmen in Bayern habe dazu geführt, dass der Freistaat schneller aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise herausgekommen sei als andere Regionen in Europa. Hinsichtlich der Philosophie und Wertevorstellungen, dem Engagement für die Mitarbeiter-Weiterbildung, der sozialen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der weltweiten Präsenz sowie der Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Politik sei AL-KO geradezu ein herausragendes Vorbild. Schließlich seien genau diese Unternehmen wie AL-KO eine wesentliche Stütze des Aufschwungs in Bayern. Jedoch gelte es nun, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern auf Innovation und Dynamik zu setzen. Denn die Achsen auf den Weltmärkten hätten sich von West nach Fernost verschoben. Nicht an der Zukunft, sondern für die Zukunft müsse gespart werden – auch im Hinblick auf nachfolgende Generationen. Und damit spannte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon den Bogen zurück zum Motto des Jubiläumsjahres von AL-KO, das unter dem Slogan „Zukunft seit Generationen“ steht.

Verdeutlicht wird dieser Leitgedanke auch in einem Symbol, das der Künstler Terence Carr aus Burgau (Landkreis Günzburg) zum 80-jährigen Bestehen von AL-KO geschaffen hat: die Skulptur „United“, deren Enthüllung einen der Höhepunkte des Festakts darstellte. „Wir haben unser Jubiläum ganz bewusst unter das Motto ´Zukunft seit Generationen´ gestellt. Denn diese drei Worte, die uns die nächsten Wochen und Monate begleiten werden, beinhalten auch die Aspekte Tradition, Harmonie, Freundschaft und Stärke. Begriffe, die sich auch in unserer Unternehmensphilosophie und Wertevorstellung wiederfinden“, sagte AL-KO Vorstandsmitglied Stefan Kober. „Das Unikat zeigt drei Figuren - ein Symbol für unsere Familie, unsere Mitarbeiter und unsere Partner -, die als Einheit zusammenstehen und einander vertrauen. Sie schauen gemeinsam, offen und mit Zuversicht nach vorne.“ Im Zuge der Baumaßnahmen sei für das Kunstwerk bereits ein exponierter Platz reserviert worden, versicherte Stefan Kober.

Die zum Jubiläum „80 Jahre AL-KO“ vom Burgauer Künstler Terence Carr geschaffene Skulptur „United“ steht symbolisch für die Familie Kober, die Mitarbeiter und die Partner von AL-KO. Die Enthüllung der Skulptur stellte einen der Höhepunkte des heutigen Festakts dar. Unser Foto zeigt (von links): Raymond und Stefan Kober, AL-KO Vorstandsmitglieder, Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon, Herbert Kober, Aufsichtsratsvorsitzender der AL-KO KOBER AG, Roland Kober, Vorstandssprecher der AL-KO KOBER GROUP, sowie Harald Kober, AL-KO Vorstandsmitglied.