10.11.2010
Feuerwehr Kempten fährt auf AL-KO-AMC-Tiefrahmen-Chassis ab
Firma Hensel Fahrzeugbau liefert Spezialanfertigung für kleinere Einsätze

Ein auf spezielle Bedürfnisse zugeschnittenes Kleinalarmfahrzeug (KLAF) auf Basis des Fiat Ducato mit AL-KO AMC-CHASSIS und Luftfederung hat die Firma Hensel Fahrzeugbau dieser Tage an die Freiwillige Feuerwehr Kempten (Allgäu) ausgeliefert. Die Vorgabe war ein Kofferaufbau, der neben einer festen Beladung – je nach Einsatzart – auch eine individuelle Beladung mit Feuerwehr-Technik durch Wechselmodule ermöglicht. Insgesamt wurden fünf Geräteräume realisiert, vier davon sind seitlich hinter Aluminium-Rolladen-Verschlüssen angeordnet, einer wird mit Rollcontainern über die Aluminium-Heckklappe des Fahrzeugs be- beziehungsweise entladen.  Zum Einsatz kommt das Fahrzeug, das zudem mit einem elektrisch-pneumatischen 12-Volt-Xenon-Lichtmast ausgestattet ist und mit drei Personen besetzt werden kann, bei logistischen Aufgaben, vorrangig aber bei technischen Hilfeleistungen kleineren Umfangs, sprich bei der Beseitigung von Wespennestern und Ölspuren sowie bei kleineren Unfällen, Sturmschäden oder Wassereinbrüchen in Kellern.

Aufgebaut ist das Kleinalarmfahrzeug auf einem Fiat Ducato Maxi 40 mit 3,0-Liter-Commonrail-Diesel (157 PS) mit Sechs-Gang-Getriebe und AL-KO AMC-CHASSIS (Radstand 3450 Millimeter, Nutzlast 4,5 Tonnen). Die AL-KO AIR PREMIUM Luftfederung sorgt nicht nur für mehr Fahrstabilität, sondern ermöglicht zur einfacheren Be- und Entladung auch das Absenken des Fahrzeughecks. Genau dies war für Stephan Rudolph, Leiter des Kemptener Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, ein wichtiger Punkt.   

„Die Verringerung des Rampen-Winkels durch die Luftfederung ist ein ganz wesentliches Kriterium bei der Be- und Entladung“, sagt der Amtsleiter, der bereits vor Jahren ein ähnliches Fahrzeug bei der Feuerwehr Neu-Ulm mit dem dortigen Leiter Technik, Michael Haitchi, realisiert hat – ebenfalls auf Basis eines AL-KO AMC-CHASSIS. Nach den durchweg positiven Erfahrungen mit Fahrgestellen und Fahrwerkskomponenten des bayerisch-schwäbischen Fahrzeugtechnik-Experten war es für ihn deshalb keine Frage, auch das Kemptener Fahrzeug auf diese Plattform aufzusetzen. Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Thomas Zawadke (Feuerwehr Fahrzeug Technik Zawadke) als beratender Ingenieur wurden die Erfahrungen des Neu-Ulmer Konzeptes sowie neue Ideen in die Planung und Konzeption des Fahrzeuges für die Feuerwehr Kempten eingearbeitet.

Die auf die Entwicklung, Fertigung, Montage und Reparatur von Fahrzeugaufbauten für Sonderfahrzeuge spezialisierte Firma Hensel im fränkischen Waldbrunn sorgte letztlich für die maßgenaue Umsetzung. Vorteilhaft wirken sich hier insbesondere der Gewichtsvorteil, die Flexibilität und die Niedrigbauweise des AL-KO AMC-CHASSIS aus.

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz (ABuK) Kempten ist zuständig für die Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und des technischen Hilfsdienstes im Stadtgebiet Kempten. Hierfür werden sechs Freiwillige Feuerwehren an acht Standorten vorgehalten. Darüber hinaus werden vom ABuK die Aufgaben der Stadt Kempten als Untere Katastrophenschutzbehörde wahrgenommen. Das ABuK mit seinen zirka 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fungiert aber auch als Servicezentrum für das gesamte Brand- und Katastrophenschutzwesen der Stadt Kempten. Neben der Instandhaltung, Instandsetzung und Reinigung von Fahrzeugen, Geräten und der Feuerwehrgerätehäuser übernehmen die Mitarbeiter auch Aufgaben im vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz, dem Zivil- und Katastrophenschutz und sämtliche administrative Tätigkeiten. Das ABuK betreibt darüber hinaus seit 2. März 2010 für die Landkreise Ostallgäu, Oberallgäu und Lindau (B) sowie die Städte Kempten und Kaufbeuren die Integrierte Leitstelle Allgäu.