12.09.2019
Tipps und Tricks von AL-KO Gardentech zum Vertikutieren

Wer einen dichten und strapazierfähigen Rasen haben möchte, muss diesen pflegen. Daher sollten Rasenflächen neben regelmäßigem Mulchen im Frühjahr und Herbst vertikutiert werden. So erhält das Grün wieder ausreichend „Luft zum Atmen“. Beim Vertikutieren dringen die Stahlmesser des Vertikutierers in die Grasnarbe ein und entfernen gründlich Rasenfilz sowie Moos- und Pflanzenreste. Dies verbessert sowohl die Nährstoffaufnahme als auch die Bewässerung und fördert das Graswachstum.

Der richtige Vertikutierer

Ideal für größere Rasenflächen sind Benzin-Vertikutierer wie der robuste Benzinvertikutierer solo by AL-KO 4005 VB. Gerade auf schweren, trockenen Böden schneiden seine Messer ausreichend tief in die Grasnarbe. Für kleine bis mittlere Rasenflächen sind Elektro-Vertikutierer eine gute Wahl. Zum Beispiel verrichtet der Elektrovertikutierer AL-KO Combi Care 38 E Comfort zuverlässig seine Dienste8. Leise, emissionsfrei und ohne Kabel arbeiten Akku-Vertikutierer, z.B. der Akku-Vertikutierer AL-KO SF 4036. Diese Geräte sind durch den Einsatz der neuesten Akkutechnologie sehr leistungsstark. Praktisch: Vertikutierer mit Fangkorb nehmen die losen Pflanzenteile auf – ein nachträgliches Abrechen entfällt.
Achten Sie beim Kauf ebenfalls auf die Verstaubarkeit. Da die Vertikutierer nur wenige Male pro Jahr eingesetzt werden, sollten sie möglichst platzsparend gelagert werden können. Übrigens: Vertikutierer sind zum Beispiel über die Plattform my.perfect.garden bequem zu mieten.

Wann muss man vertikutieren?

Grundsätzlich kann jeder Rasen vertikutiert werden. Gartenbesitzer mit luftarmen Lehmböden oder schattigen Rasenflächen sollten auf alle Fälle regelmäßig zum Vertikutierer greifen. Denn nur gut durchlüftete Böden und eine gleichmäßige Wasserversorgung lassen das Gras optimal wachsen. Ob dieser vertikutiert werden muss, ist leicht festzustellen. Ziehen Sie eine Metallharke locker durch die Grasnarbe. Bleiben Mährückstände oder Moss an den Zinken hängen, ist es Zeit zum Vertikutieren. Überwuchert Unkraut den Rasen kann dies ebenfalls ein Indiz sein, dass Rasenfilz die Sauerstoffversorgung der Rasenwurzeln behindert. Bei richtiger Pflege können Sie dem Rasen von April bis September, bei schönen Wetter sogar bis Oktober eine Frischzellenkur verpassen. Wichtig: Nach dem Vertikutieren dem Grün ein paar Wochen Regeneration gönnen.

So geht es!

  1. Vor dem Vertikutieren die Rasenfläche auf vier Zentimeter mähen.
  2. Nur trockene Rasenflächen vertikutieren.
  3. Die Messer des Vertikutierers dürfen die Grasnarbe maximal zwei bis drei Millimeter einritzen.
  4. Das Gerät zügig über die Fläche bewegen. Nicht zu lange an einem Standort verweilen.
  5. Erst längs, dann quer vertikutieren.
  6. Den Rasenfilz von der Rasenfläche rechen – oder auf Geräte mit Fangkorb setzen.
  7. Kahle Stellen nach dem Vertikutieren gleich nachsäen. Dafür im Herbst speziellen Herbstdünger verwenden, um die Rasenpflege optimal abzuschließen.

Sobald der Rasen im Frühling zum Wachsen beginnt, das Grün wieder düngen. Obwohl das Rasenwachstum erst ab zwölf Grad Bodentemperatur einsetzt, werden Nährstoffe ab acht Grad aufgenommen. Selbst Frost nach dem Düngen ist kein Problem. Achten Sie auf einen organisch-mineralischen Dünger, der Stickstoff, Phosphor und Kali liefert. Fälschlicherweise wird zusätzlich oft Kalk aufgebracht. Um den idealen pH-Wert zwischen 6,8 und 7 zu erzielen, reicht die Frühjahrsdüngung meistens aus. Nach dem Düngen den Rasen auf vier Zentimeter mähen. Etwa zwei Wochen später ist der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren. Achtung: Mit der Verjüngungskur nicht zu lange warten. Im Mai könnte es schon zu trocken sein. Dann ist eine zusätzliche Bewässerung nötig, damit sich die Grasnarbe vom Vertikutieren erholen kann.