05.03.2019
Rasen vertikutieren vs. lüften: Worin liegt der Unterschied?

Wer träumt nicht von einem schönen, saftig grünen Rasen. Doch warum wirken manche Gärten wie eine ausgetrocknete Wüste, andere wiederum erstrahlen jährlich aufs Neue in schönsten Grün?

Ein Schritt hin zum Traum-Rasen ist, ihn regelmäßig zu vertikutieren und zu lüften. Zwei Vorgänge, die unabdingbar sind für einen strahlenden Garten. Lüften ist notwendig, damit der Rasen wieder genug Luft zum Atmen bekommt und genügend Nährstoffe aufnehmen kann. Vertikutieren ist einfach erklärt intensiveres Lüften, bei dem zusätzlich die Grasnarbe angeritzt wird. Dadurch wird der Boden noch stärker gelockert und kann sich wunderbar regenerieren.

So vertikutieren Sie richtig

Gartenbesitzer vertikutieren ihren Rasen am besten im Frühling, wenn der Bodenfrost vorbei ist, um ihn nach der kalten Jahreszeit aufzufrischen. Ein weiteres Mal sollte dieser Vorgang im Herbst wiederholt werden. Vor allem dann, wenn der Winter zuvor besonders hart war. So bekommt der Rasen nochmals die notwendigen Nährstoffe, um den nächsten Winter gut zu überstehen.

Vertikutiert wird mit einem Handgerät oder einem motorbetriebenen Vertikutierer. Es handelt sich dabei um ein Gerät, das mit Stahlmessern die Grasnarbe anritzt und dabei Unkraut, Moos und Rasenfilz entfernt, ohne die Rasenwurzeln zu verletzen. Sogenannter „Rasenfilz“ bildet sich am liebsten auf Lehmböden, schattigem Rasen oder Flächen, die zur Staunässe neigen. Wichtig ist, die Eindringtiefe richtig einzustellen: Zwei bis drei Millimeter reichen meist aus.

Akku-Vertikutierer sind praktisch für kleine Rasenflächen und arbeiten wie Elektrovertikutierer leise und emissionsfrei. Die Elektro-Variante eignet sich für mittlere Gartengrößen. Benzin-Vertikutierer sind passend, wenn Sie große Flächen oder schwer zugängige Bereiche zu bearbeiten haben.

Nach dem Vertikutieren wachsen neue Grashalme besser nach und der Boden nimmt Wasser und Nährstoffe leichter auf. Zu beachten gilt, dass nur trockener zwei bis vier Zentimeter hoher Rasen vertikutiert werden sollte, unter Umständen muss vorher gemäht werden.

Das sollten Sie beim Lüften beachten

Neben dem Vertikutieren sollte der Rasen regelmäßig gelüftet werden. Dieser Vorgang ist das ganze Jahr über möglich und sinnvoll, sodass das Grün länger frisch bleibt. In der Fachsprache nennt sich dieser Vorgang "Aerifizieren". Meistens ist vertikutieren und lüften mit nur einem Gerät möglich. Dafür einfach die Vertikutierwalze mit den Stahlmessern gegen die Lüfterwalze mit Stahlfederzinken austauschen.

Das Lüften erklärt sich fast von selbst: Sie Federzinken drücken kleine Löcher in den Rasen und lockern so die Grasnarbe. Der Vorgang ist deswegen wichtig, weil sich die Grasoberfläche nach und nach verdichtet. Nach dem Lüften nimmt der Rasen Wasser, Sauerstoff und Nährstoffe wieder besser auf.

Was nach dem Lüften und Vertikutieren zu tun ist

Nach dem Vertikutieren und Lüften freut sich der Rasen über Dünger und eine ausgiebige Bewässerung. Sind größere Löcher sichtbar, hilft eine Nachsaat.

Unser Fazit: Lüften und Vertikutieren sollte kein Gartenbesitzer versäumen. Es ist die Basisbehandlung für Ihren Rasen. Ein bis zweimal im Jahr benötigt der Rasen diese „Peeling-Pflege“, damit er gleichmäßig und schön nachwächst und Sie viel Freude am satten Grün haben können.

Vertikutierer finden Sie im AL-KO Online-Shop.