06.04.2017
Richtig Vertikutieren: Das sollten Sie wissen
Ein Interview mit dem Rasen

Passend zum Frühlingsbeginn haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut und einen hochklassigen Interviewpartner für unseren neuesten Text organisiert. Dürfen wir vorstellen? Der Gras-Experte Herr Rasen.

Lieber Rasen, schön dass du Zeit hast. Wie geht’s dir?

Jedes Jahr stehe ich vor dem gleichen Problem: Ich bin noch ganz fahl und ausgelaugt und stelle fest, dass sich überall Rasenfilz, Moos- und Pflanzenreste breitmachen. Daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen. 

Gibt es denn eine Schönheitskur die Dir nach dem Winter helfen würde?

Natürlich. In den Monaten März und April tut mir eine Kur mit einem Vertikutierer gut.

Was ist Vertikutieren und was muss ich genau machen?

Ein Vertikutierer ist ein Gartengerät, welches äußerlich einem Rasenmäher ähnelt. Am unteren Ende des Vertikutierers ist die sogenannte Vertikutierwalze befestigt. Die 3-stufigen Stahlmesser dringen in die Grasnarben ein und entfernen Rasenfilz-, Moos- und Pflanzenreste. Gerade der Rasenfilz verhindert, dass ich mit genügend Wasser und Nährstoffen versorgt werde. Nach dem Vertikutieren habe ich direkt mehr Luft zum Atmen habe und kann wesentlich besser wachsen. 

 

Muss ich vor dem Vertikutieren noch etwas beachten?

Der Bodenfrost muss vorbei sein. Und ich als Rasen muss trocken sein. Bevor es dann mit dem Vertikutieren losgeht, mähst Du mich auf drei Zentimeter Länge. Achte aber darauf, dass Du mit dem Vertikutierer nicht zu tief einstichst. Zwei bis drei Millimeter sind okay – tiefer werden meine Graswurzeln verletzt. 

Und was macht man nach dem Vertikutieren?

Wenn Du irgendwo Löcher entdeckst, streu Dünger drauf. Dann ist es einfacher für mich, auch an diesen Stellen wieder Fuß zu fassen und zu wachsen. Sind die Löcher größer als ein Din A5-Blatt, kannst Du Rasensaat aussäen. Und das Bewässern nicht vergessen!

Wie oft muss ich vertikutieren?

Ein bis zwei Mal im Jahr tun mir gut.

Gibt es unterschiedliche Vertikutierer?

Ja, aber sie alle arbeiten nach demselben Prinzip. Bei einer Mini-Rasenfläche reicht ein manueller Vertikutierer aus. Bei einer mittelgroßen Rasenfläche, wie ich es bin, sollte ein elektrischer Vertikutierer benutzt werden– so ersparst Du dir viel Arbeit. Für große Rasenflächen bietet es sich an, einen leistungsstarken Benzin-Vertikutierern zu verwenden. Diese haben zwar ein höheres Gewicht, kommen im Vergleich zu den E-Vertikutierern aber ohne Stromkabel aus. Praktisch ist eine Fangbox – so kannst Du das gesammelte Gras einfach und schnell auf deinen Komposthaufen schütten und es entsteht ein idealer Dünger für deinen Garten.

Hast du einen Tipp, wo ich einen Vertikutierer und das nötige Zubehör bekomme?

Meine Rasennachbarn haben mir neulich vom AL-KO Online-Shop erzählt. Ich bin mir sicher, dass Du dort genau die richtigen Gartengeräte findest!

Vielen Dank für das Gespräch.