21.10.2016
Wie bauen Sie sich Ihr Hochbeet aus Holz?

Kleiner Garten? Unkrautplage? Belasteter Boden? Gelegentlich machen die natürlichen Gegebenheiten einen Strich durch die „Garten-Rechnung“. Doch mit den richtigen Alternativen können Sie Ihren Garten nach Lust und Laune gestalten. Eine, die viele Vorteile vereint, ist das Hochbeet. Darunter versteht man eine feste Rahmenkonstruktion, meist aus Holz, die zwischen 60 und 90 cm hoch ist und mit Erde gefüllt wird. Verschiedene Obst- oder Gemüsesorten können Sie hier genauso anpflanzen wie Kräuter. Nutzen Sie den Spätherbst, um ein Hochbeet zu bauen. Gerade jetzt können Sie für die Befüllung Grünabfälle verwenden. Hier erfahren Sie, wie man ein Hochbeet aus Holz selber baut und warum dieses praktisch „hoch zwei“ ist :-)

Rundum praktisch – die Vorteile eines Hochbeets

Für ein Hochbeet spricht viel: Zunächst ist es eine Wohltat für den Rücken! Denn gerade Gärtner leiden durch die meist gebückte Haltung und das Arbeiten auf den Knien. Auch das Problem mit belasteten Böden kann man so leicht umgehen: Dank des Hochbeets können Sie Ihren oft empfindlichen Schützlingen die idealen Bodenbeschaffenheit bieten. Zu guter Letzt halten Sie aufgrund der erhöhten Lage Ungeziefer, Unkraut und Schädlinge wie Schnecken fern. Praktisch: Schichtet man Humus in das Hochbeet, entsteht Wärme durch das Verrotten. Die Bodentemperatur der Hochbeete liegt dadurch etwa sechs Grad Celsius über der von Flachbeeten. Somit verlängert sich die Gartensaison um bis zu sechs Wochen. Die Früchte und das Gemüse reifen schneller und können rascher geerntet werden, womit es wieder neuen Platz für die nächste Aussaat gibt.

So geht’s:

Schritt 1 Material: Als Material für ein Hochbeet aus Holz eignet sich vor allem das von der Lärche, da es widerstandsfähig ist. Kaufen Sie 2,5 bis 5 cm dicke Latten für die Seitenwände sowie Pfosten für die Stabilisierung. Besorgen Sie sich zudem Teichfolie (schützt das Holz vor Feuchtigkeit) und Kaninchengitter (schützt das Beet vor Nagern), um das Holzgestell auszukleiden

Schritt 2 Maße: Damit Sie zukünftig angenehm arbeiten können, sollten Sie das Beet in der Höhe von rund 90 cm planen. Wollen Sie bei der Arbeit sitzen, reichen 60 cm. Rechnen Sie für die Breite weniger als 120 cm ein, um an alle Stellen des Hochbeets reichen zu können. Soll die Konstruktion länger als 2 m werden, empfiehlt es sich seitlich robuste Pfosten zu setzen. So hält der Rahmen dem Druck der Erdfüllung stand

Schritt 3 Aufbau:Für eine optimale Nutzung des Sonnenlichts eignet sich eine Nord-Süd-Ausrichtung der Längsseiten. Der Untergrund sollte eben und in der Nähe von einem Wasseranschluss sein, da das Hochbeet vor allem im Sommer mehr Wasser benötigt als ein Flachbeet. Stecken Sie mit den Pfosten und einer Schnur die Stellfläche ab und heben Sie eine rund 20 cm tiefe Grube aus. Platzieren Sie an allen vier Ecken und entsprechend der Länge der Holzlatten die Pfosten und schlagen Sie diese so tief in die Erde, dass sie stabil sind. Die Wände werden durch die Holzlatten gebildet. Dafür fixieren Sie diese an den Pfosten. Ist alles niet- und nagelfest, legen Sie den Boden mit dem Gitter aus. Die vier Seitenwände kleiden Sie mit der Folie aus und befestigen Sie deren Ränder auf den Kanten mit einem Tacker oder Nägeln.

Schicht für Schicht – so befüllen Sie das Hochbeet

Das Beet sollte aus verschiedenen Schichten von natürlichen Gartenmaterialien bestehen. Die erste Schicht ist idealerweise grob und kann zum Beispiel aus gehäckselten Ästen bestehen. So ist eine gute Durchlüftung garantiert. Für die Zweite eignen sich feinere Abfälle aus dem Garten wie Grasschnitt. Auf diese folgt normale Gartenerde, über die anschließend reifer Kompost gelegt wird. Die letzte Ebene besteht aus hochwertiger Blumenerde zum Bepflanzen.

Noch ein Profi-Tipp zum Schluss: Sie können das Hochbeet nun nach Ihrem Gusto bepflanzen. Doch achten Sie darauf, dass Sie bei Obst oder Gemüse keine Sorten wählen, die weder sehr hoch (bestimmte Tomaten- oder Rosensorten) wachsen noch sehr raumgreifend sind (Zucchini).

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