29.08.2016
Altweibersommer: Zwischen Entspannung und Gartenarbeit

Der Altweibersommer hat natürlich nichts mit einer späten Blüte in die Jahre gekommener Frauen zu tun, sondern bezeichnet eine spätsommerliche Schönwetterperiode etwa von Mitte September bis Mitte Oktober. Nahezu windstille, sonnige Tage laden zum Verweilen im Garten ein. Genießen Sie diese letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres und die einmalige Farbenpracht. Allerdings sollten Sie das schöne Wetter auch für wichtige Gartenarbeiten nutzen, denn vor den Herbstmonaten gibt es doch das eine oder andere noch zu erledigen. Hier erfahren Sie, welche Aufgaben anstehen, damit Sie auch im nächsten Jahr wieder wunderbare Stunden in Ihrem Garten verbringen dürfen.

1. Pflanzzeit die Erste – Heidegewächse

Pflegeleichtes Farbenmeer gefällig? Dann legen Sie sich am besten einen kleinen Heidegarten an, jetzt ist die ideale Pflanzzeit für die robusten Pflanzen. In den noch warmen und weichen Spätsommerboden schlägt die Heide besonders gern ihre Wurzeln und überwintert so ohne Frostgefahr. Für einen dichten Heideteppich müssen Sie auf Sorte und Bodentyp achten. Verwenden Sie wahre Wachstumssprinter oder ist ihr Boden nährstoffreich, genügen etwa 6-8 Setzlinge pro Quadratmeter. Bei Spätstartern oder mageren Böden sollten Sie dichter anpflanzen. Für eine fortwährend Farbenpracht muss das Timing stimmen. Grob gesagt, gibt es zwei Blühphasen: Winter bis Frühjahr und Sommer bis Herbst. Optimalerweise kombinieren Sie also Pflanzen aus beiden Blühzeiträumen und schon können Sie sich ganzjährig an Ihrem Heidegarten erfreuen.

2. Pflanzzeit die Zweite – Stauden

Herbstzeit ist Staudenzeit. Milde Temperaturen, genügend Niederschläge und ein kuschelig warmer Boden bieten Stauden perfekte Bedingungen, um sich mit dem neuen Standort anzufreunden. Ihre Wurzeln fühlen sich wohl und graben sich tief in den Garten. So überstehen sie dann auch die kalte Jahreszeit. Um den Stauden einen fürstlichen Empfang zu bereiten, sollten Sie den Boden etwas auflockern, von Unkräutern reinigen und Kompost dazugeben. Damit die neue Staudenheimat auch schön sauber bleibt, sollten Sie die Erde mit einer dünnen Schicht Mulch aus zu gleichen Teilen Gras und gehäckselten Zweigen bedecken. : Bei ca. 8.000 verschiedenen Staudenarten dürfte es für jeden Geschmack genügend Auswahl geben. 

3. Pflanzzeit die Dritte – Rasen

Anpfiff für den perfekten Rasen. Ob Zier- oder Sportrasen, wenn Sie ein neues, sattes Grün wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für das Aussäen, denn es herrschen ideale Startbedingungen dank richtiger Bodentemperatur (beständig über 10°C) und ausgeglichenen Wetterverhältnissen, sprich weder übermäßige Hitze, noch Kälte, noch Regengüsse. Wichtig: Für einen dichten Rasen sollten Sie die Samen gleichmäßig, an einem windstillen Tag säen und anschließend sanft wässern. Sprießen die Halme nun wie gewünscht, brauchen sie Zuwendung und die richtige Pflege.    

4. Letzte Ernte für Tomaten

Gleichberechtigung für alle! Die einen sind schon rot und prall, die anderen noch grün und klein. Dieser Anblick bietet sich aktuell so manchem Tomatenzüchter und trotz des ungleichen sollten Sie alle Tomaten langsam aber sicher ernten, um diese vor der kommenden Kälte zu retten. Das voll ausgereifte Gemüse kann natürlich sofort seinem Zweck, nämlich Ihrem Magen, zugeführt werden. Den grünen Pflanzen sollten Sie jedoch noch ein bisschen Zeit an einem dunklen und trockenen Ort zum Nachreifen geben.

 

5. Herbstputz im Garten

Was das Frühjahr für das Haus, ist der Herbst für den Garten: der richtige Zeitpunkt zum Säubern. Unterziehen Sie Ihrem grünen Paradies einer Schönheitskur. Bäume werden beschnitten, Hecken gestutzt, Rasenflächen vertikutiert und Beete von Unkraut befreit. Sie können sicher sein – Ihr Garten wird es Ihnen im nächsten Jahr danken. 

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