Wintergemüse schmeckt gut
13.01.2015
Aus der Tiefkühltruhe der Natur

Sie gehören zu den wichtigsten Bausteinen für einen gesunden Körperhaushalt: Mineralstoffe und Vitamine. Im Winter sind sie unverzichtbar, da Kälte und Dunkelheit das Abwehrsystem auf ganz besondere Weise fordern. Zum Glück hat die Natur in dieser Hinsicht vorgesorgt und eine Vielzahl von Gemüse-Sorten erschaffen, die bei Schnee und Eis ihre Hauptsaison haben.

Die Vorzüge von so genanntem Wintergemüse​

Durch das nahezu ganzjährige Angebot zahlreicher Früchte haben die typischen Wintergemüse im Bewusstsein vieler Menschen an Bedeutung verloren. Zu Unrecht, wie wir finden - denn sie sind wesentlich mehr als eine bloße Sättigungsbeilage. Abgesehen davon, dass sie dem menschlichen Körper ausreichend Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamine im Winter bieten, bringen sie Abwechslung auf den Teller und stammen in der Regel aus regionalem Anbau. Damit entfallen sowohl weite Anfahrtswege als auch Transport- und Lagerkosten. Mit dem Verzehr von einheimischem Wintergemüse tun Sie also nicht nur sich selbst Gutes, sondern auch der Umwelt und der Wirtschaft.

Erntefrische Vitamine im Winter

Weil viele Sorten Frost unbeschadet überstehen und keinen oder nur wenig Kälteschutz benötigen, eignen sie sich hervorragend zum Selbstanbau. Wenn Sie die Bepflanzung Ihres Gartens optimal planen, können Sie sowohl Sommer- als auch Wintergemüse immer frisch ernten. In dieser Hinsicht bewähren sich Hochbeete besonders gut, denn durch die im Inneren entstehende Wärme bieten sie Früchten ideale Wachstumsbedingungen - und sorgen so dafür, dass Vitamine im Winter verfügbar sind.

Kein Problem mit diesen Gemüse-Arten

Zu den diesbezüglich wohl bekanntesten Lieferanten gehören Rosen- und Grünkohl. Beide bewahren ihre wertvollen Inhaltsstoffe sogar unter einer üppigen Schneehaube. Auch die weniger populäre Pastinake nimmt ein bisschen Frost nicht übel - im Gegenteil: er tut ihr geschmacklich sogar besonders gut, weil er die in den Wurzelfrüchten enthaltene Stärke zu Zucker umwandelt. Steckrüben und Schwarzwurzeln machen ihrer Bezeichnung als "Wintergemüse" ebenfalls alle Ehre, denn auch sie können während der ganzen Frostperiode im Beet verbleiben.

Etwas mehr Achtsamkeit hierbei

​Andere Gemüse-Arten eignen sich nur bedingt dafür, erntefrische Vitamine im Winter zu liefern. So müssen Sie bereits beim Anpflanzen von Feldsalat darauf achten, eine robuste Herbstsorte auszuwählen. Eine Alternative hierzu wäre das ähnlich schmeckende Postelein- oder Tellerkraut, welches Sie ganzjährig ernten können. Auch bei Porree oder Möhren sind nur spezielle Sorten winterfest und Rote Beete müssen Sie spätestens beim ersten Frost aus dem Boden holen. Unter den Kohlarten zeigen sich Weiß-, Rot- und Blumenkohl etwas empfindlicher als das echte Wintergemüse Wirsing. Eine echte Überraschung hingegen ist Zuckerhutsalat: Was nach Tropen und Copacabana klingt, übersteht das deutsche Klima bis immerhin -7ºC - und ist damit bestens geeignet, Ihnen dringend benötigte Vitamine im Winter zu liefern.