Rasen mulchen
18.07.2013
Rasen mulchen

Wie funktioniert MulchenNeben dem allgemeinen mulchen, das heißt, auf Beete und Rasen einen „Naturdünger“ aus Pflanzenresten zu verteilen, gibt es auch eine Mähart, die sich mulchen nennt. Generell bedeutet dies, dass der Grasschnitt nicht mit dem Fangkorb gesammelt und danach entsorgt wird, sondern auf dem Rasen wieder verteilt wird. Gerade im Sommer ist Mulchen eine gute Pflege.

Wie funktioniert das Mulchmähen genau?

Beim Mulchen sollte die Schnitthöhe so eingestellt werden, dass ca. 1/3 des Grashalmes abgeschnitten werden. Der abgetrennte Teil bleibt dann im Gehäuse, wird dort durch den Luftstrom des rotierenden Messers herumgewirbelt und dabei durch das Messer zerkleinert.

Danach fällt es zurück auf den Boden. Optimal ist eine Graslänge von bis zu 7 cm. Ist das Gras, z.B. nach dem Urlaub, höher, sollte es gesammelt werden oder durch mehrmaliges Mähen stufenweise auf die richtige Länge geschnitten werden.

Welche Vorteile hat das Mulchmähen?

Vorteile Mulchmähen

Je besser der  Rasenmäher das Schnittgut zerkleinert, desto leichter gelangt es zwischen den Halmen auf den Grund. Hier wird es nach und nach zersetzt und gibt dem Boden wichtige Nährstoffe zurück. Gleichzeitig schützt er die Grasnarbe und den Boden bei direkter Sonneneinstrahlung und Wind vor dem Austrocknen. Deswegen ist es besonders im Sommer bei heißen Temperaturen wichtig, den Rasen zu mulchen.

Außerdem spart man sich den Kauf von Dünger und auch Unkräuter und Moose werden seltener. Und auch die Lebewesen im Boden, wie z.B. Bakterien, Pilze und Regenwürmer, entwickeln sich besser. Alles in allem erhält man durch das Mulchmähen einen dauerhaft schönen, saftig grünen Rasen.

Was muss sonst noch beachtet werden?

Mulchen bedeutet gleichzeitig, den Rasen öfter zu mähen. In der Hauptsaison, das heißt im Frühjahr, wenn das Gras schnell wächst, mindestens einmal pro Woche. Ansonsten wird der abgeschnittene Teil zu groß und kann nicht richtig auf den Boden fallen. Die Folge ist, dass der Grasschnitt an Füßen und Schuhen haften bleibt und mit ins Haus getragen wird. Hier empfiehlt es sich, abends vor einem Regenguss noch zu mähen.

Es sollte jedoch nicht gemäht werden, wenn der Rasen nass oder feucht ist. Hier besteht die Gefahr, dass das Gras verklumpt und dadurch auf der Rasenfläche liegen bleibt. Folglich könnte sich im darunter liegenden Gras Fäulnis bilden.

Benötige ich dazu einen speziellen Rasenmäher?

Es gibt verschiedene Rasenmäher, die sich zum Mulchen eignen. Angefangen beim einfachen Spindelmäher, der gleichzeitig für ein perfektes Schnittbild sorgt. Da dieser jedoch ohne Motor betrieben wird, empfiehlt sich diese Art von Mäher bei kleineren Flächen von bis zu 300 m². Bei einem größeren Rasen sind motorbetriebene Geräte von Vorteil. Hier gibt es reine Mulchmäher, die rein für diese Funktion gebaut sind.

Zu guter Letzt gibt es auch Multifunktionsmodelle, die auch mulchen können. Hierzu wird der Fangkorb entfernt und der Mulchkeil eingesetzt. In zwei kleinen Schritten also ist der Rasenmäher bereit zum Mulchen (hier finden Sie das passende  Zubehör).