Das Einmaleins über Motorsägen
01.09.2016
Das Einmaleins über Motorsägen

Der richtige Gebrauch von Motorsägen will gelernt sein. Egal ob Holz aus dem Wald zu holen, Äste absägen, Gestrüpp entfernen oder morsche Bäume fällen, mit einer Motorsäge geht diese Arbeit leichter von der Hand. Die richtige Handhabung will gelernt sein und so ergeben sich Fragen wie man sich am besten beim Schneiden hinstellt oder wie die Säge zu pflegen ist. Folgend ein paar hilfreiche und kompakte Tipps worauf Sie achten sollten:

Motorsäge betanken

Es ist zwingend notwendig, dass Sie vor dem Einfüllen des Kraftstoffs den Motor abstellen, es nicht geraucht wird und sich kein offenes Feuer in der Nähe befindet. Verwenden Sie Spezial-Einfüllstutzen, um den Treibstoff ohne Probleme einzufüllen. Es ist empfehlenswert den Kraftstoff nicht selber zu mischen, da dieser nur für kurze Zeit hält, sondern gleich einen fertigen Sonderkraftstoff zu kaufen, der eine Haltbarkeit von bis zu zehn Jahre hat.

 

Startvorgang

Beim Startvorgang muss das Schwert frei sein. Dies erreichen Sie entweder dadurch dass Sie die Motorsäge zwischen die Oberschenkel klemmen oder am Boden abstellen und festhalten. Drücken Sie den „Ein-/Aus-Schalter“ auf „Eins“. Ziehen Sie am Startseil. Eine moderne Säge springt spätestens beim dritten Mal an. Bei „Null“ ist die Säge dementsprechend aus.

 

Motorsäge richtig halten

Es ist wichtig, dass man die Säge mit einem geschlossenen Griff und immer mit beiden Händen das Gerät hält. Am besten ist es, wenn die Säge während des Schneidens am Stamm oder der Anschlagkralle abgestützt wird, da dadurch das Risiko minimiert wird und die Haltearbeit erleichtert.

 

Richtiges Stehen beim Arbeiten

Stehen Sie bei der Arbeit mit Sägen auf beiden Beinen fest im Gleichgewicht, sodass Sie während der Stoß- und Zugarbeit nicht umfallen. Am besten wählen Sie ihre Beinstellung so, dass Sie seitlich und der Länge nach versetzt stehen. Achten Sie darauf, dass Sie keinen Fuß vor die Linie des vorderen Haltegriffs setzen. Ihr Kopf sollte seitlich versetzt sein und sich nicht über der Kette befinden.

Antrieb der Säge

Über ein kleines Kettenrad wird die Säge direkt angetrieben. Hinter dem Kettenrad befindet sich die Trommel. Diese wird von einem Zugband eingefasst. Im Fachjargon ist das die „Kettenbremse“. Wenn man den vorderen Bremsbügel betätigt, umschließt das Zugband die Trommel und bringt die Säge zum Stehen.

 

Kettenspannen

Wenn Sie Ihre Kette Nachspannen wollen, dann benötigen Sie einen Schlitzschraubenzieher. Das Nachspannen erfolgt über die Spannschraube, welche sich zwischen den Haltebolzen befindet. Vorab müssen allerdings die Muttern leicht gelöst werden. Eventuell besitzen Sie auch eine Säge die eine werkzeuglose Kettenspannvorrichtung hat.

 

Schienen- und Kettenschmierung

Der Kettenöltank befindet sich bei den Motorsägen vorne an der Säge. Das Öl ist essentiell, um die Schiene und Kette nicht kaputt zu machen. Sie sollten aufpassen und den Kettenöltank nicht mit dem Kraftstofftank vertauschen. Bei den solo by AL-KO Motorsägen wurde bereits eine Kettenschmierung integriert. Ebenfalls gibt es bei diesen Geräten einen Regler, der das Fördervolumen des Öls einstellt.

 

 

Kettenangebot

Die Angebotsvielfalt bei Ketten ist riesig und man sollte sich Hilfe von einem Fachmann holen. Unterschiedliche Sägeketten gibt es für jede Motorsäge, jeden Einsatz und für jede Schiene. Identisch ist der Aufbau nur bei den folgenden Elementen: Schneider rechts (A), Verbindungsglied (B) und Treibglied (C), Nieten-Verbindungsglied (D), Schneider links (E) sowie dem Sicherheitstreibglied (F). Bereits die Zähne variieren sowohl in ihrer Größe, als auch in ihrer Geometrie.

 

Schutz vor Staub

Hinten am Gehäuse befindet sich unterhalb der Abdeckkappe die Zündkerze und der Luftfilter. Der Staub wird dabei von eine Filterpatrone, die aus Filz, Schaum- oder Kunststoff besteht, aufgehalten.

Unbeschadetes Transportieren

Falls Sie Ihre Motorsäge mal transportieren müssen, dann achten Sie unbedingt darauf den Motor auszuschalten beziehungsweise die Kettenbremse einzulegen. Bei längeren Transportstrecken ist ein Kettenschutz empfehlenswert.

 

Schutzkleidung

Tragen Sie Schutzkleidung! Denken Sie hier sowohl an Ohren, Augen, Hände und Beine, als auch an passenden Fußschutz. Der Kopfbereich wird durch einen Schutzhelm gut vor Ästen und Spänen geschützt. Um sich zu schützen ist ebenfalls eine Schnittschutzhose mit verstärkten Beineinsätzen unerlässlich. Weitere Informationen zur Schutzkleidung finden Sie hier

 

Pflege und Reinigung

Nehmen Sie unbedingt regelmäßig eine Reinigung Ihrer Motorsäge vor – am besten nach jedem Arbeiten. So erleichtern Sie sich ein wenig die Arbeit bei hartnäckigem und eingetrocknetem Schmutz wie zum Beispiel Harz. Dafür müssen Sie die Sägekette abnehmen und unter anderem den Liftfilter sowie die Zylinderrippen reinigen. Falls notwendig können Sie die Kettenspannung lockern. Für Ihre eigene Sicherheit machen Sie einen Kettenschutz über das Schwert. Bei der Wartung sollten Sie auch nicht eine geschärfte Kette vergessen. Dafür gibt es für jede Kette ein passendes Schärfset. Nehmen Sie dies nur dann vor, wenn Sie es unter fachkundiger Anleitung gezeigt bekommen haben. Täglich sollte der Luftfilter gereinigt werden. Klopfen Sie dabei den Filter aus oder waschen ihn in Wasser mit Spülmittel. Beachten Sie auf jeden Fall regelmäßig den Wartungsplan in der Bedienanleitung, dann steht einem einwandfreiem Zustand der Motorsäge nichts mehr im Wege.

Eine große Auswahl an Elektro-, Akku- und Benzin-Motorsägen finden Sie in unserem Shop.

Bildquelle: www.gartenmagazin.net, solo by AL-KO Kettensäge im Test – Modell 656C, am 11. Oktober 2015.