In 7 Schritten zum Traumrasen
01.04.2017
In 7 Schritten zum Traumrasen

Der Winter geht und der Frühling nähert sich in eiligen Schritten. Die dunkle und oftmals triste Jahreszeit weicht ersten vorsichtigen Sonnenstrahlen. Das verheißt wahrlich nichts Gutes, denn nun müssen Sie sich eine andere Ausrede für Ihre um sich greifende Larmoyanz einfallen lassen. Ihr Rasen erscheint da wie ein logischer Verbündeter, zeigt er sich nach dem Winter doch in einem beklagenswerten Zustand. Das satte Grün ist einem stumpfen Graugrün gewichen und an manchen Stellen hat sich gar noch der Schneeschimmel breitgemacht. Doch sollten Sie sich nicht zu sehr an diesen Pakt gewöhnen. Denn gerade jetzt ist die optimale Zeit, um Ihren Rasen neues Leben einzuhauchen und ihn schnell wieder in einem satten und gesunden Grün erscheinen zu lassen. Der AL-KO Gartenblog zeigt Ihnen, wie dies in 7 Schritten gelingt!

1. Vorbereitung der Aussaat

Zunächst wird der vorgesehene Bereich mit einem Spaten umgegraben. 1 bis 2 Spatenstiche reichen dabei vollkommen aus. Dadurch wird der Boden aufgelockert und der neue Rasen hat die besten Voraussetzungen, um wachsen und gedeihen zu können. Steine, Wurzelreste und Unkräuter sollten entfernt werden. Den Bereich anschließend harken, planieren und dem Boden danach 2 bis 3 Wochen Zeit geben, um sich setzen zu können. Keimendes Unkraut muss vor der Saat noch einmal entfernt werden.

2. Wann Säen?

Ideal sind die Monate März, April und Mai. Im Sommer ist es zu trocken und zuvor muss immer mit einem neuerlichen Frosteinbruch gerechnet werden.

3. Das passende Saatgut auswählen

Je nach späterer Beanspruchung bzw. Nutzung des Rasens muss das passende Saatgut ausgewählt werden. Ein Zierrasen erfordert beispielsweise behutsame und intensive Pflege. Vielmaliges Auf- und Abbauen der Gartenmöbel sowie Spielen sollten in den ersten beiden Jahren daher, so gut es geht, vermieden werden. Doch werden Sie anschließend mit einem sprichwörtlichen englischen Rasen belohnt. Erfährt Ihr Rasen hingegen ausgiebige Nutzung, beispielsweise durch regelmäßiges Fußball spielen oder andere Aktivitäten, sind Sie mit einem Spiel- oder Sportrasen besser beraten. Ein Gebrauchsrasen glänzt wiederum durch seine geringen Pflegeanforderungen. Befinden sich in Ihrem Garten viele schattige Stellen, empfiehlt es sich, einen Schattenrasen anzusäen. Sein Vorteil ist allerdings gleichzeitig ein Nachteil: zu viel Sonne darf es auch nicht sein. Haben Sie allerdings nur wenige schattige Bereiche, sollte in diesen ein Schattenrasen und im übrigen Garten normaler, lichtunempfindlicher Rasen ausgesät werden.

4. Das Aussäen

Der Rasensamen sollte kreuz und quer auf dem Boden verteilt werden. So erreichen Sie eine gleichmäßige Aussaat. An den Rändern darf es auch gerne ein bisschen mehr sein, um eine feste Rasenkante entstehen zu lassen. Anschließend sollte das Saatgut leicht eingeharkt und mit einer Rasenwalze oder einem Fußbrett in den Boden gedrückt werden.

5. Regelmäßig bewässern

Ist die Aussaat geschafft, muss der Boden mit einem feinen Strahl ausgiebig gewässert werden. Pfützen sollten sich dabei allerdings keine bilden. Wenn nach ein bis zwei Wochen die ersten Halme sprießen, sollte der Rasen bei Trockenheit täglich morgens und abends gewässert werden.

6. Mähen

Hat das Gras nach ca. drei bis vier Wochen eine Höhe von mindestens 10 cm erreicht, darf der junge Rasen das erste Mal gemäht werden. Zu beachten ist dabei aber, dass er nicht zu kurz geschnitten wird. Ideal sind fünf bis sechs Zentimeter.

7. Düngen

Nach dem ersten Schnitt empfiehlt es sich, den Rasen zu düngen, um die Seitentriebbildung der Halme anzuregen. Mineralischer oder künstlicher Dünger versorgt den Rasen zwar schnell und zuverlässig mit Nährstoffen, oftmals aber auch mit einem Übermaß an Nährsalzen. Diese zerstören die Zellen der Halme und lassen sie in letzter Konsequenz braun werden. Organischer Dünger hingegen wird erst dann zersetzt, wenn die Grashalme aufnahmebereit sind und hat daher auch eine hohe Langzeitwirkung.

Doch nicht nur das neu ausgesäte Gras sollte gedüngt werden, sondern der gesamte Rasen, wenn er über den Winter gelitten hat. Zunächst sollte der Rasen nach der ersten Maht erst einmal mit einem Motor- oder Elektrovertikutierer von Filz und Moos befreit werden, um ihm wieder ausreichend Sauerstoff zukommen zu lassen. Anschließend wird der Rasen gedüngt und bewässert.

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