10.01.2018
So geben Sie Vögeln im Winter ein Zuhause

Draußen ist es kalt und für uns wird es ungemütlicher. Für diejenigen Vogelarten, die nicht in den Süden ziehen, ist der Winter strapaziös. Vor allem die Futtersuche stellt sie vor eine Herausforderung. Kohlmeisen, Blaumeisen und Feldsperlinge sind daher auf unsere Hilfe angewiesen. Wir haben Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt:

Tipp 1: Die Alternativen zum Futterhäuschen

Von Vogelliebhabern gut gemeint, zur Fütterung von Vögeln allerdings nicht empfehlenswert: das Vogelhäuschen. Es ist äußerst pflegebedürftig, da es regelmäßig von Kot und Federn gereinigt werden muss. Der Dreck kann das Ausbreiten und Übertragen von Krankheiten begünstigen. Daher eignen sich Futtersilos, Futterspender oder Futtersäulen besser, um das Futter vor Nässe zu schützen.

Tipp 2: Hier bringen Sie die Futterstellen an

Der Futterplatz sollte frei aufgestellt werden, damit die Vögel eine heranschleichende Katze rechtzeitig bemerken. Am besten drei bis vier Meter von einem Gebüsch oder Baum entfernt. Befinden sich in der Nähe von der Futterstelle Fenster, bekleben Sie diese mit Aufklebern, damit die Vögel beim Anflug Orientierung haben und nicht gegen das Glas fliegen.

Tipp 3: Futterstation selbst basteln

Basteln Sie ihre Futterstation selbst – ein lohnenswertes Projekt, da sie jegliche kreativen Freiheiten haben (Bastelanleitungen finden Sie zum Beispiel beim Naturschutzbund Deutschland unter http://bit.ly/1P9Zg69  ).

Die einzige Vorgabe für Ihre Station ist, dass das Futter trocken bleibt und die Vögel ihr Futter nicht verkoten können. Diese Kriterien erfüllen Futterspender oder Futtersäulen. Wollen Sie Gastgeber für mehrere Vögel sein, eignet sich das Futtersilo am besten. In Kombination mit Bodenplatte und Dach bietet es mehreren Vögeln gleichzeitig Platz, um sich im Winter mit Körnern zu versorgen.

Tipp 4: Das fressen Vögel gerne

Höchstes Gebot beim Füttern von Vögeln lautet: Keine Speisereste verwenden! Altes Brot z.B. quillt im Magen der Vögel auf, was für sie tödlich sein kann. Kaufen Sie auch nicht die Vogelfutternetze im Supermarkt, da sich die Tiere in den Maschen verletzen können Welcher Vogel kommt geflogen? Die Wahl des Futters lockt entsprechende Vogelarten an. Man unterscheidet zwischen Körnerfresser und Weichfutterfresser. Finken, Sperlinge und Ammern zählen zu den Körnerfressern und mögen Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen. Weichfutterfresser wie Meisen, Amseln, Rotkehlchen, Stieglitze, Heckenbraunellen oder Zaunkönige fressen bevorzugt Rosinen,  Obst, Haferflocken oder Kleie.

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Bildquelle: Naturschutzbund Deutschland, Frank Derer und Andreas Hartl, Projekt: Stunde der Wintervögel.