20.06.2013
AL-KO Kunststofftechnik bringt Fertigung auf den neuesten Stand der Technik
Neue Tiefziehanlage in der Branche: Das Twin-Sheet-Verfahren hat nicht nur für AL-KO viele Vorteile

Mit der neuen Tiefziehanlage hat die Alois Kober GmbH Bereich Kunststofftechnik ihren Produktionsstandort in Ichenhausen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die neue Universal-Thermoformmaschine GEISS T9 mit Twin-Sheet-Ausrüstung unterstützt seit Mai dieses Jahres die Produktion der AL-KO Kunststofftechnik und birgt viele Vorteile. Neben dem Single-Sheet-Thermoforming macht die neue Anlage ab sofort auch Twin-Sheet-Thermoforming und durch den mit bis zu 20 Tonnen Anpressdruck absenkbaren Oberstempel auch Highe-Pressure-Thermoforming sowie Formpressen faserverstärkter Kunststoffe oder Composite Werkstoffe möglich. Das bedeutet, dass die Maschine Hohlkörper und Produkte mit sehr scharfen Konturen formen und Bauteile, die bei ähnlicher Steifigkeit oftmals deutschlich leichter sind, erstellen kann. Des Weiteren bietet die neue Anlage ein breites Spektrum an einsetzbaren Materialien mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Das Twin-Sheet Verfahren ermöglicht auch eine größere Designfreiheit sowie unterschiedliche Materialfarben auf der Innen- und Außenseite der Bauteile. Es ist für folgende Anwendungsgebiete relevant:

  • Doppelwandige Werkstückträger für schwere Bauteile
  • Technische Teile mit hoher Festigkeit wie Abdeckungen
  • Dächer und Verkleidungsteile für Nutzfahrzeuge
  • Luftführungskanäle
  • Wärmetauscher
  • Leichte Bauteile aus faserverstärkten Thermoplasten mit hoher Festigkeit

Die neue Tiefziehanlage hat eine besonders große Formfäche von 2.600 x 1.400 Milimeter, um große Twin-Sheet Komponenten für die Fahrzeugtechnik sowie Transportpaletten für die Logistik herzustellen. Die motoristisch verstellbare Fensterplatte und der motorisch verstellbare Spannrahmen erlauben schnelles Umrüsten der Maschine und bedeuten Kosteneinsparungen und Platzgewinnung durch den Verzicht auf fixe Spannrahmen. Des Weiteren enthält sie eine vollautomatische Plattenbeschickung, welche kürzere Taktzeiten und schnellere Prozessabläufe ermöglicht. Alle Antriebe erfolgen über Servomotoren. Mit dem neuen Modell ist es AL-KO möglich, die Maschinenkapazität für neue Projekte zu erweitern. "Wir freuen uns sehr, dass der Vorstand und die Geschäftsführung von AL-KO die Investition in eine hochmorderne Twin-Sheet-Anlage genehmigt und unterstützt haben. Damit erschließen wir neue Anwendungsgebiete und stärken unsere Position als Entwicklungspartner für wichtige Kunden.", so Lothar Grimm, Werksleiter AL-KO Kunststofftechnik Ichenhausen.

Mit der Twin-Sheet-Anlage erweitert AL-KO die Maschinenkapazität für neue Projekte