01.08.2017
Smart Gardening: Wasser sparen im Garten
So nutzen Sie den Rohstoff Wasser sinnvoll

Gerade in den Sommermonaten ist es wichtig, den Garten und die darin vorkommenden Pflanzen ausreichend zu bewässern. Wie man mit dem Rohstoff Wasser sinnvoll arbeitet und damit einen eigenen Teil zum Umweltschutz beiträgt, verraten wir in diesem Artikel.

Wasser speichern

Regenwasser ist eine kostenlose Möglichkeit um den eigenen Garten zu bewässern. Da Regenwasser weicher als Leitungswasser ist, eignet es sich hervorragend für das Gießen von Beeten, Pflanzen und Rasenflächen. Mithilfe einer Regentonne, eines 1000-Liter-IBC-Containers oder eines Regenwasser-Erdtanks können Sie ganz einfach das Wasser sammeln. Die Behälter werden dort platziert, wo sie mit einem Fallrohr bzw. einer Regenrinne verbunden werden können, zum Beispiel neben der Garage, neben dem Geräteshuppen oder neben dem Haus. Geschlossene Behältnisse verhindern das Verdunsten des Wassers und die Eiablage von Mücken. Eine unterirdische Zisterne bietet zusätzlich einen Schutz vor dem Veralgen des gesammelten Regenwassers. Um das Wasser nutzen zu können, ist eine Gartenpumpe hilfreich, die das Wasser an den gewünschten Einsatzort pumpt.
 

Die richtige Pumpe für jeden Zweck

Unser Pumpenexperte Martin Volk, Produktmanager bei AL-KO Gardentech, weiß ganz genau, welcher Pumpentyp sich für welchen Anwendungszweck am besten eignet:

Einsatzmöglichkeiten einer Gartenpumpe

Gartenpumpen eignen sich hervorragend zum Bewässern und Gießen von Grünanlagen, Gemüsebeeten und Gärten. Sie bieten im Vergleich zu Tauchpumpen eine wesentlich geringere Fördermenge (3200 bis 6000 l/h), bauen dafür aber einen erheblich höheren Druck (4,0 bis 6,0 bar) auf. Sie eignen sich daher überall dort, wo ein hoher Wasserdruck benötigt wird, z. B. für: Gartenschlauch, Rasensprenger, Dusche, Toilettenspülung oder Ähnliches. Es empfiehlt sich, beim Pumpen von sandhaltigem Wasser mit Jet-Pumpen und Hauswasserwerken einen Schmutzfilter am Sauganschluss der Pumpe anzubringen.

Einsatzmöglichkeiten einer Tauchpumpe

Tauchpumpen sind so konzipiert, dass sie möglichst viel Wasser (6000 bis 16000 l/h) fördern, was z. B. bei einem überschwemmten Keller oder beim Entleeren eines Teiches sehr sinnvoll ist und zu einem schnellen Erfolg führt. Sie bauen keinen nennenswerten Druck auf (0,60 bis 1,2 bar), sodass beispielsweise der Betrieb eines Rasensprengers damit nicht möglich ist. Es wird unterschieden zwischen Klarwasser und Schmutzwassertauchpumpen. Zweite ermöglichen es, auch verschmutzte Flüssigkeiten mit Korngrößen bis zu 35 mm zu fördern.

Besonders interessant: Tauchdruckpumpen und Tiefbrunnenpumpen

Besonders interessant sind die Tauchdruckpumpen und Tiefbrunnenpumpen. Diese Pumpen verbinden die Vorteile beider Pumpenarten in einem Gerät: relativ große Fördermenge und hoher Druck. Besonders bei den schlank gebauten Tiefbrunnenpumpen sind Förderhöhen von 60 Metern keine Seltenheit. Pumpen sind mit Ausnahme von benzinmotorisch betriebenen Modellen nahezu wartungsfrei. Bei der Wintereinlagerung ist zu beachten, dass sich kein Wasser im Pumpengehäuse befindet.

Richtiges Gießen

Wichtig ist, dass nur gegossen wird, wenn es denn auch wirklich nötig ist. Am effektivsten ist das Gießen des Gartens während den Morgen- und Abendstunden, da dann am wenigsten Wasser verdunstet. Nach dem morgendlichen Gießen überstehen die Pflanzen den Tag sehr gut, während abendliches Gießen die Regeneration der Pflanzen über Nacht fördert. Das zu beachten ist vor allem beim Rasensprengen sehr wichtig, da in den Mittagsstunden bis zu 90 Prozent des Wassers verdunsten kann.. Gießen Sie deshalb lieber selten, dafür aber intensiv, damit viel Wasser zu den tiefen Wurzelschichten vordringen kann.

Wenn das Blumen- oder Gemüsebeet sehr dicht bewachsen ist und sich dadurch die Blätter von Nachbarpflanzen berühren, müssen Sie beim Gießen besonders darauf achten, die Pflanzen direkt am Boden zu Gießen. Pflanzen nehmen Feuchtigkeit direkt über die Wurzeln auf. Muss das Wasser zuerst über die Blätter fließen, verdunstet es zu großen Teilen und sorgt durch die Lichtbrechung von Wassertropfen zusätzlich für Verbrennungen der Blätter. Auch fördert zu viel Feuchtigkeit auf den Blättern eine Pilzinfektion der Pflanzen. Wenn Sie im Wurzelbereich der Pflanze eine Mulde bilden und dort hinein Gießen, verteilt sich das Wasser nicht großflächig über den unbepflanzten Boden und versickert genau dort, wo es am meisten benötigt wird.

Zu beachten ist außerdem, dass Gewächse, die im Sommer und Herbst ungefähr kniehoch gewachsen sind, pro Tag ca. 3 bis 5 Liter Wasser pro Quadratmeter verbrauchen. Wenn es nicht regnet, müssen Sie diese Menge selbst ausbringen. Allerdings reicht es während trockenen Phasen meistens aus, den Garten ca. 1 bis 2 mal pro Woche zu gießen, da die Pflanzen nur dann mehr Wasser benötigen, wenn sie gerade Blüten oder Früchte ausbilden.

Nach dem Gießen mulcht man am besten den Rasen mit einem dafür geeignetem Rasenmäher. Dadurch bleibt der Rasenschnitt klein gehäckselt auf der Rasenfläche zurück und bringt somit Nährstoffe in den Kreislauf zurück. Stellen Sie vor allem im Sommer die Schnitthöhe des Rasenmähers etwas höher ein, da kurzes Gras zum Wachstum und zur Regeneration mehr Wasser benötigt als längeres Gras. Bei Beeten und Bäumen hält eine Schicht aus Rindenmulch die Feuchtigkeit besser im Boden.

Weitere Tipps zum Wasser sparen

Neben größeren Zierpflanzen, die viel Wasser benötigen, bietet es sich oft an, einen kleinen Wasserspeicher zu installieren. Dazu muss lediglich ein Tontopf ebenerdig in den Boden eingegraben werden. Bei jedem Gießen füllen Sie den Behälter mit Wasser, das nach und nach in den Boden sickert und so direkt zu den Wurzeln gelangt. Auch eine wasserspeichernde Schicht aus Blähton in Balkontöpfen hat einen ähnlichen Effekt. Wenn Sie die Beete regelmäßig mit einer Hacke bearbeiten, kann der lockere Boden die Feuchtigkeit besser als ein harter Boden aufnehmen, wodurch Sie wiederum Wasser sparen können.

Falls Sie Pflanzen umsetzen möchten, empfiehlt sich dies an regnerischen Tagen, da Sie dann auf das intensive Bewässern nach dem Umsetzen verzichten können. Achten Sie bereits bei der Wahl der Pflanzen darauf, welches Klima und welche Bodenbeschaffenheit sie brauchen.

 

Und noch ein Tipp zum Schluss:

Mit modernen Pumpensystemen von AL-KO ist eine komfortable und sparsame Wasserverteilung auch bis in den letzten Winkel Ihres Grundstücks möglich. Sie müssen lediglich den Gartenschlauch oder Rasensprenger anschließen und können direkt mit dem Gießen beginnen. Mehr Informationen zu den Pumpen von AL-KO erhalten Sie hier.