18.09.2017
Selbst Brennholz machen: mit Motorsäge, Axt und Holzspalter

Selbst Brennholz machen: mit Motorsäge, Axt und Holzspalter

Bereits im September heizt so mancher Gartenfreund seinen Kamin an, damit es auch am Abend schön warm und gemütlich ist. Viele Nutzer, die mit Holz heizen, wissen daher, dass die alte Weisheit „Holz wärmt dreimal“ absolut zutreffend ist: erst beim Schlagen/Sägen des Holzes, dann beim Spalten und schließlich, wenn es brennt. 

Unsere AL-KO Geräte aus dem Produktbereich „Baumpflege“ unterstützen Sie bei den ersten beiden Arbeitsschritten mit Motorsägen (Benzin-Motorsägen, Akku-Motorsägen und Elektro-Motorsägen) sowie stehenden und liegenden Holzspaltern.

Holz schlagen – dank AL-KO Motorsägen nicht nur etwas für Förster

Jetzt im Herbst beginnt die Zeit, um Brennholz zu machen: Die Monate von November bis Februar sind ideal, um Bäume für Brennholz zu fällen, da die Bäume weniger Wasser enthalten als in den übrigen Monaten. Ebenso ist das Fällen von Bäumen zwischen März und September vielerorts aus Gründen des Vogelschutzes nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Ein weiterer Vorteil ist der gefrorene Waldboden, wodurch die Arbeit im Forst im Vergleich zu einem weicheren Boden wie in den Sommermonaten wesentlich einfacher vonstattengeht. Deshalb lohnt es sich, vor allem früh morgens zu starten, um bei aufgetautem Boden wieder aus dem Wald zu sein. Weitere Gründe, warum das Schlagen von Holz gerade im Winter sinnvoll ist, finden Sie hier.

Falls Sie Bäume auf dem eigenen Grundstück fällen möchten, haben wir Ihnen hier ein paar gute Tipps zusammen getragen.

Grundsätzlich gilt für alle Ofenbesitzer, die sich ihr Holz selbst aus dem Wald holen möchten (sogenannte „Selbstwerber“ oder „Eigenwerber“): Wenden Sie sich an den jeweiligen Förster und lassen Sie sich vom jeweiligen Landkreis einen sogenannten Holzsammelschein ausstellen. Grundvoraussetzung, um Bäume außerhalb Ihres Gartens zu fällen, ist der sogenannte Motorsägenführerschein[IR1] . Die Inhalte und Anforderungen an die Lehrgänge werden von den gesetzlichen Unfallversicherungen festgelegt. Einen solchen Kurs finden Sie sehr leicht in Ihrer Nähe, er wird u. a. von Forstverwaltungen oder Baumärkten angeboten.

Von der Kompaktsäge für den Hausgebrauch bis hin zur Hochleistungssäge, wie unsere solo by AL-KO Motorsägen, für den professionellen Einsatz – all das bietet das vielfältige Benzinmotor-Sägenprogramm von AL-KO. Dabei zeichnen sich alle Sägen durch die gleich hohe, kompromisslose Qualität, Sicherheit und Bedienfreundlichkeit aus. Die auf das jeweilige Modell perfekt abgestimmten leistungsstarken 2-Takt-Motoren und Schneidgarnituren sorgen stets für durchzugsstarke und saubere Schnittergebnisse.

Darüber hinaus bietet AL-KO für den Einsatz zu Hause leistungsstarke Akku-Kettensägen mit kabelloser, emissionsfreier Li-Ion-Power aus der EnergyFlex-Reihe sowie Elektrokettensägen an.

Klassisch: Holzhacken mit der Axt

In Privathaushalten kommt zum Kleinhacken meist eine Axt zum Einsatz. Wichtig ist dabei ein guter Hackklotz, der wirklich fest und idealerweise mit einem Sicherheitsabstand von ca. 5 Metern zu Fenstern oder anderen leicht beschädigbaren Gegenständen steht. Der Klotz sollte zudem aus massivem Holz sein, eine wirklich ebene Fläche haben und ungefähr kniehoch stehen, damit Ihr Rücken beim Spalten von Brennholz nicht leidet.

Wer mit der Axt arbeitet, sollte robuste Schutzhandschuhe und wegen herumfliegender Holzsplitter auch eine Schutzbrille sowie idealerweise Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen anziehen. Äxte gibt es in verschiedenen Größen und Varianten, üblich sind Universal- und für weicheres Holz Spaltäxte.

Beim Spalten selbst sollten Sie die Axt über den Kopf heben, der Schlag sollte das Scheit etwa im 90-Grad-Winkel treffen. Da der Schlag mit viel Kraft ausgeführt wird, sollten Sie unbedingt auf eine feste, aber nicht verkrampfte Griffhaltung achten, sodass Sie zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über die Axt verlieren und sich und andere gefährden.

Kräftesparend: Nutzen Sie einen modernen Holzspalter

Eine praktische Alternative zur Axt und große Arbeitserleichterung sind heutzutage elektrische Holzspalter. Grundsätzlich gibt es drei einfache Gründen, warum ein Holzspalter gegenüber dem Spalten von Brennholz mit einer Axt Vorteile bietet:

1. reduzierter Kraftaufwand,
2. geringere Belastung von Muskeln und Knochen – rückenschonend,
3. deutlich geringeres Verletzungsrisiko.

Gerade wenn Sie härtere Hölzer für Ihren Kamin nutzen, machen sich diese drei Vorteile stark bemerkbar. Für den Privatgebrauch und weiches Holz empfehlen wir den Horizontal-Holzspalter AL-KO KHS 5204. Der Vorgänger KHS 5200 wurde sogar Testsieger im selbst.de-Vergleich. Wenn Sie im größeren Stil mit Holz heizen oder viel Hartholz nutzen, sollten Sie auf unsere Vertikal-Spalter setzen. Beide Gerätearten werden über das normale 230-V-Stromnetz betrieben.

Auch wenn die Arbeit mit dem Holzspalter ungefährlicher als mit einer Axt ist, sollten Sie dennoch passende Schutzkleidung anziehen. Der Standort des Spalters sollte ein fester, ebener Untergrund sein und ebenso sollte ein Sicherheitsabstand von ca. 5 Metern zu Personen oder z. B. Fenstern eingehalten werden. Das Spalten selbst ist denkbar einfach: Das Holzstück wird in den Holzspalter eingelegt, und die Zwei-Hand-Sicherheitsbedienung stellt sicher, dass Sie den Spaltvorgang nicht aus Versehen auslösen. Wenn Sie nun beide Schalter gleichzeitig betätigen, übernimmt die Maschine das Spalten des Holzes.

Unser Rat: Wenn Sie mit der Hand-Axt arbeiten, ist es meist geschickter[IR2] , gut getrocknetes Holz zu nehmen, da sich dieses leichter spalten lässt. Trockenes Holz können Sie auch mit unseren elektrischen Holzspaltern bearbeiten, jedoch können durch die großen Kräfte hier viel mehr Splitter herumfliegen. Daher empfehlen wir, das Holz beim Einsatz einer solchen Maschine möglichst frisch zu spalten.

Professioneller Arbeitsschutz ist bei Holzarbeiten ein Muss

Egal, ob Sie Holz schlagen, mit einer Axt Holz hacken oder mit dem Holzspalter zugange sind: In allen Fällen werden große Kräfte wirksam. Machen Sie es daher so wie professionelle Forstarbeiter und schützen Sie sich. Forst-Schutzhelme, Forst-Arbeitsjacken, Schutzhandschuhe, Schnittschutzhosen und Schnittschutzstiefel schützen Sie auf modische und bequeme Weise.

Weitere Beiträge im AL-KO Garten-Magazin zu diesem Thema:

4 Tipps, wie man richtig Brennholz macht
Holz selbst machen – für den Kaminofen
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Leicht in der Hand, stark im Schnitt: Tophandle Kettensägen
Das Motorsägen-ABC
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