22.01.2016
Das Königsgerät: Die Kettensäge

Ohne jegliche Zweifel ist die Kettensäge das Königsgerät unter den Gartengeräten. Diese kommt besonders häufig und auf unterschiedlichste Arten zum Einsatz. Baumfällarbeiten, Kaminholz sägen, Grundstückspflege oder Innenausbau sind nur einige Arbeiten rund um die Motorsägen. Aber auch bei Rettungseinsätzen der Feuerwehr kommen Kettensägen zum Einsatz. Dennoch ist Kettensäge nicht gleich Kettensäge, denn hier gibt es gewisse Unterschiede. Elektro-Kettensägen sind schließlich für andere Zwecke geeignet als Benzin-Kettensägen.

Welche Arten von Kettensägen gibt es?

Auch auf dem Markt der Kettensägen gibt es mittlerweile eine sehr große Auswahl. Dementsprechend kann hier leicht der Überblick verloren werden. Grundsätzlich wird zwischen den Elektro-Kettensägen und den Benzin-Kettensägen unterschieden, welche nach wie vor zu den beliebtesten und leistungsstärkeren Modellen gehören. Zudem gibt es mittlerweile auch Akku-Kettensägen, die sich im Vergleich zu den Elektro-Kettensägen durch ihre Unabhängigkeit auszeichnen. 

Welche Kettensäge für welche Tätigkeit?

Benzinkettensägen sind im allgemeinen leistungsstärker als die elektrobetriebenen Modelle und werden deswegen vorrangig auch wegen Ihrer Unabhängigkeit von einer externen Stromquelle im Wald zu Baumfällarbeiten, anschließendem Zersägen und Entasten der Baumstämme verwendet. Weiterhin finden sie Einsatz im Garten- und Landschaftsbau sowie zum Sägen von Kaminholz, während Elektro-Kettensägen hervorragend für leichtere Arbeiten wie Ausasten im Garten und Verjüngungsschnitte von Hecken geeignet sind. Aufgrund der Emissionsfreiheit des Elektromotors kann diese auch für den Innenausbau perfekt verwendet werden.

Die Leistungsfähigkeit bei Benzinkettensägen wird hierbei durch kW-Leistung des Motors und Hubraum in Abstimmung mit der Schwertlänge definiert. Bei Elektrokettensägen ist auf die Nennleistung des E-Motor in Watt zu achten, auch hier in Abstimmung mit der Schwertlänge. Soll auf das Kabel bei Elektroketten verzichtet werden kann auf eine handliche Akkusäge zurück gegriffen werden. 

Nicht auf die Sicherheit verzichten​

Ob Elektro-Kettensägen oder Benzin-Kettensägen: Alle Motorsägen sollten mit einer Sicherheitskette ausgestattet sein. Zwar wird dadurch die Schnittleistung der Säge etwas verringert, dennoch ist im Gegenzug auch der Rückschlag geringer. Die Halbmeißelketten sind ideal für den Universaleinsatz und überzeugen nicht nur in Sachen Sicherheit, sondern sind auch deutlich unempfindlicher als Vollmeiselketten, welche häufiger im Profibereich bei erhöhter Schnittleistung eingesetzt werden.  Neben der obligatorischen Schnittschutzhose und den Schnittschutzschuhen sind bei der Arbeit mit Elektro- und Benzin-Kettensägen auch ein Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz unverzichtbar. Wichtig ist außerdem zu beachten, dass die Spitze des Sägeschwertes nicht zum Sägen verwendet werden sollte. Dies führt im schlimmsten Falle zu einem Rückschlag, auch "kick back" genannt, bei dem die Säge in Richtung des Gesichts hoch gerissen wird. Verwenden Sie deshalb nur Ketten, die zum jeweiligen Modell  gehören - auch dann, wenn die Kette augenscheinlich perfekt passt und sich sogar gut montieren lässt. Es sollten immer exakt passende Originalschwerter- und Ketten eingesetzt werden, um auch die Lebensdauer der Säge zu verlängern.