27.11.2015
Warum gerade im Winter Holzmachen?

Mit Holz heizen zählt zu den nachhaltigen, umweltverträglichen Heizarten. Dazu kommt ein hoher Faktor an Gemütlichkeit im Haus oder in der Wohnung. Wer die Möglichkeit hat, sein Brennmaterial selbst zu schlagen und zu verarbeiten, ist damit auch noch finanziell auf der sicheren Seite. Jetzt in der kalten Jahreszeit ist die beste Zeit, um Brennholz machen. Aber warum genau eigentlich?

Mit der Benzin-Kettensäge in den Wald

Im Herbst ist Ihr Garten abgeerntet und winterfest versorgt. Jetzt beginnt für Sie die letzte arbeitsintensive Phase in der Freiluftarbeit: Selbst Holz machen und damit für den Winter vorsorgen. Zunächst sind diverse Vorschriften zu beachten. Zuständig ist immer das jeweilige Forstamt. In der Regel dürfen Privatleute nicht selbst Bäume fällen, dafür gibt es ausgebildetes Fachpersonal. Die Forstverwaltungen gestatten jedoch das Sammeln von Kleinholz. Außerdem können bereits gefällte Bäume käuflich erworben, zerteilt und abtransportiert werden. Die Motor-, bzw. Benzin-Kettensäge ist für die Zerkleinerung optimal geeignet, denn mit ihr sind Sie unabhängig von Stromquellen. Als Alternative können Sie eine Elektro-Kettensäge verwenden. Dann ist jedoch ein transportables Stromaggregat notwendig, wenn Sie im Wald arbeiten. Eine weitere Variante: Sie lassen die Baumstämme anliefern und übernehmen auf dem eigenen Grundstück die Weiterverarbeitung.

Warum der Winter zum Holz machen besonders günstig ist

Im Winter kommt die Natur zur Ruhe. Beim Mischwald ist dieser Vorgang sogar sichtbar. Die Blätter verfärben sich, schließlich werden sie abgeworfen, die Bäume befinden sich in der sogenannten „Saftruhe“. In der Praxis bedeutet das, dass das Holz trockener ist als im Frühjahr und im Sommer. Zwar muss das zukünftige Brennholz noch einige Zeit lagern, bevor es in den Kachelofen oder in den offenen Kamin wandert. Der Vorgang des Zerkleinerns und Sägens ist jedoch bei Bäumen in Saftruhe wesentlich erleichtert.

Ein weiterer Vorteil der kalten Jahreszeit ist der feste oder gefrorene Waldboden. Fahrzeuge und Anhänger sinken nicht in weichen Waldwegen ein. Wenn Sie mit Ihrer Motorsäge oder Benzin-Kettensäge unterwegs sind, werden Sie gut befahrbare Waldwege zu schätzen wissen. Große, schwere Fahrzeuge bewegen sich auf hartem Boden sicher, die Flurschäden sind reduziert und die gesamte Arbeit läuft sauber ab.

Rücksicht auf die Tierwelt

Des Weiteren ist der Winter die Jahreszeit, in der im Wald lebende Tiere am wenigsten gestört werden. Die Brut- und Setzzeit ist vorüber, sodass eine Belästigung oder sogar Gefährdung von brütenden Tieren und Jungtieren ausgeschlossen ist. Aus diesem Grund legen zahlreiche Forstämter einen zeitlichen Rahmen fest, währenddessen Sie selbst im Wald Holz zerkleinern und abtransportieren können.

Bedenken Sie auch daran, dass Sie bei Frost nicht von Stechmücken oder Zecken belästigt werden. Holz machen ist eine schweißtreibende Angelegenheit, auch wenn Ihnen eine ausgezeichnete Elektro-Kettensäge oder Benzin-Kettensäge zur Verfügung steht. Sie werden feststellen, dass sich die kühle, insektenfreie Jahreszeit perfekt für die Holzarbeit eignet!

Wichtig für alle, die selbst Holz für den Winter machen möchten: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung nach dem zuständigen Ansprechpartner. Man wird Ihnen das betreffende Forstamt oder den jeweiligen Mitarbeiter nennen, und Sie können sich im Vorfeld umfassend über den Ablauf und die Kosten informieren. Nach getaner Arbeit freuen Sie sich auf einen knackig-kalten Winter und ein knisterndes Kaminfeuer!