Mulch-Arten
21.05.2015
Mulchen - Viele Vorteile und ganz einfach

Aus der englischen Sprache haben wir das Wort Mulchen eingegliedert, denn es bedeutet schlichtweg das Abdecken des Bodens mit verschiedenen, vornehmlich organischen Materialien. Es beschreibt in einem Wort das, was die Natur uns vormacht. Wenn man in den Wald schaut, gibt es dort keinen unbedeckten Boden. Blätter, Nadeln, Äste und auch abgestorbene Pflanzen formen eine teilweise dicke Schicht, die sich wie eine Decke auf den Boden legt. Mulchen ist bei zahlreichen Gartenfreunden im Gespräch. Zurecht, denn das Mulchen bringt viele Vorteile.

Einige Tipps warum das Mulchen von Vorteil ist:

Mulchen verbessert die Bodenqualität

Die meisten Gartenböden bestehen in den obersten 30 - 60 cm aus verschiedenen Anteilen hauptsächlich aus Humus, Sand und Lehm. Damit Rasen und Pflanzen darauf wachsen und gedeihen können, ist wichtig, dem Boden regelmäßig Nährstoffe zu geben. Eine Möglichkeit, dem Boden Nährstoffe in Form von organischen Substanzen nachzuliefern, ist das Mulchen. Das Mulchmaterial wird dazu flächig als eine Deckschicht von 2 - 5 cm Dicke auf den Boden ausgebracht. Je nachdem, welches Material verwendet wird, erfolgt die Zersetzung und Umwandlung zu Humus schnell (bei krautigem Material) oder eher langsam (bei holzigem Material).

Mulchen erspart mühsames Jäten

Auf einem gut genährten Boden wachsen allerdings leider nicht nur der Rasen oder die eingesetzten Pflanzen. Auch das Unkraut fühlt sich an solchen Standorten wohl. Gerade von Frühling bis Herbst nutzen die unbeliebten Pflanzen die Wärme und Feuchtigkeit und verbreiten sich rasant. Doch mit dem Mulchen hat man die Möglichkeit, das Wachsen des Unkrauts einzudämmen. Bevor eine Mulchschicht aufgetragen wird, muss zuerst das vorhanden Unkraut gejätet werden. Dann kann der Boden mit dem Mulchmaterial bedeckt werden. Einzelne Pflanzen, die doch durch die Mulchschicht dringen, lassen sich leicht von Hand aus dem Boden ziehen.

Mulchen spart Wasser

Beim Gießen verdunstet ein großer Teil des Wassers, bevor es tiefer in den Boden dringen und dort von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Eine Möglichkeit, die Verdunstung zu verringern und somit Wasser zu sparen, bietet wieder das Mulchen. Das Wasser sickert durch die lockere Mulchschicht und wird von dieser vor Sonne und Wind, also vor dem Verdunsten, geschützt.

Geeigneten Mulch verwenden

 

 

Es gibt verschiedene Arten der Bodenbedeckung. Hier eine Übersicht der wichtigsten Mulchverfahren:Richtiges Mulchen

Rasenschnitt sollte nicht dicker als 1- 2 cm auf dem Boden aufgetragen werden, weil er sonst während der Verrottung eine dichte, feste Schicht bildet. So wäre der wichtige Luft-Gas-Austausch des Bodens beeinträchtigt. Am einfachsten ist es, beim Rasenmähen direkt die Mulchfunktion zu nutzen. So wird das abgeschnittene Gras direkt wieder auf dem Rasen verteilt. Mehr Infos dazu finden Sie hier: Rasen mulchen

 

Rindenprodukte Rindenproduktesind derzeit sehr gefragt, da sie die Blumenbeete optisch unterstreichen. Klein gehäckseltes Rindenmulch wird innerhalb eines Jahres zersetzt. Produkte aus groben Rindenstücken halten bis zu zwei Jahre. Eine Mulchschicht aus Rinde kann bis zu 5 cm dick sein. Noch besser geeignet ist schon verrotteter Rindenmulch, sogenannter Rindenhumus.

Halbreifer Kompost wirkt sehr anregend auf das Bodenleben in der oberen Schicht des Bodens. Der Kompost sollte dabei als untere Mulchschicht verwendet werden, die mit etwas Gras, oder anderen Mulchmaterialien bedeckt wird. Diese sorgt dafür, dass der Kompost warm und feucht bleibt und fördert die weitere Zersetzung zu Humus.

Gartenabfälle Gartenabfälle häckselnneben dem Kompost eignen sich ebenfalls als gutes Mulchmaterial. Die abgeschnittenen Äste und Zweige werden mit Hilfe eines Gartenhäckslers klein gehäckselt und bieten ebenfalls eine gute Alternative.