18.02.2019
Rasenpflege, aber richtig – so wecken Sie Ihren Rasen aus dem Winterschlaf

Mit der ersten Frühlingssonne ist der richtige Zeitpunkt gekommen, dem heimischen Rasen ein kleines Pflegeprogramm zu gönnen und ihn so für die bevorstehende Gartensaison vorzubereiten. Denn ein schöner Garten beginnt beim Rasen. Gerade nach dem Winter zeigt so mancher Rasen kahle Stellen oder Rasenfilz.

Greenkeeper EngelmannUm den Rasen wieder in einem schönen, saftigen Grün zu genießen, gilt es ein paar Regeln zu beachten. AL-KO Gartenexperte Christian Engelmann, Greenkeeper und Geschäftsführer der Firma Engelmann Golfplatzpflege, gibt wertvolle Tipps, wie die Rasenfläche in nur vier Schritten wieder in Form gebracht werden kann.

1. Tipp: Rasenmähen

Zum Start in die Gartensaison muss im ersten Schritt das Gras komplett vom Herbstlaub und kleinen Ästen befreit werden. „Denn unter dem Laub bilden sich oft feuchte Stellen, die vor dem Mähen trocknen müssen“ erklärt Rasenexperte Engelmann. „Der erste Schnitt darf nicht zu kurz ausfallen. Rund vier Zentimeter sind optimal. Zudem können Fehler beim Rasenmähen im Frühling im ungünstigsten Fall hässliche Spuren hinterlassen, die man so schnell nicht wieder loswird. Die Bodentemperatur muss dabei mindestens 7 bis 8°C betragen, da erst bei dieser Temperatur das Rasenwachstum einsetzt“, so Engelmann weiter.

2. Tipp: Vertikutieren

Durch die Wintermonate ist der Rasen stark beansprucht. Ist das Gras mit Filz und Moos durchsetzt, bringen Vertikutierer nach dem ersten Schneiden und Düngen frische Luft ins Grün. Dabei dringt die Walze des Vertikutierers mit ihren 3-stufigen Stahlmessern in die Grasnarbe ein und entfernt Rasenfilz, Moos- und Pflanzenreste. Bei der Anwendung rät der Rasenexperte dazu, „auf ein gleichmäßiges Bewegen des Vertikutierers zunächst in Längs- und dann in Querrichtung zu achten. Für solche Arbeiten kann ich vor allem den Benzin-Vertikutierer Combi Care 38 P Comfort inkl. Box von AL-KO empfehlen.“

3. Tipp: Düngen

„Eine Woche vor Durchführung erster mechanischer Maßnahmen, wie dem Vertikutieren, sollte gedüngt werden. Die beste Zeit dafür ist zwischen April und Mai. Durch das Düngen holt sich der Rasen die Nährstoffe, die er nach dem Winter braucht, um sich möglichst gut zu erholen. Hierfür eignet sich ein spezieller Rasendünger – zum Beispiel von AL-KO – dessen Zusammensetzung perfekt auf die Bedürfnisse der Grasfläche abgestimmt ist“, empfiehlt der Experte. Der Dünger sollte dabei gleichmäßig auf dem Grün aufgebracht werden. Engelmann gibt zudem den Tipp, dass „der beste Zeitpunkt zum Düngen ein bedeckter Tag ist, an dem abzusehen ist, dass es bald regnen wird. Denn mit dem Regenwasser sickern die Nährstoffe besonders gut in den Boden ein und können den Rasen so optimal versorgen. Außerdem wird so Verbrennungen durch den Dünger vorgebeugt.“ Vorsicht vor Überdüngung, mahnt der Rasenexperte: „In einem nicht pflanzengerecht gedüngten Rasen können sich leicht Pilzkrankheiten wie Rotspitzigkeit oder Schneeschimmel festsetzen.“

4. Tipp: Bewässern

„Bei freien Stellen, die größer als ein DIN A5-Blatt sind, ist eine Nachsaat ratsam. Hier kann ich Ihnen den Nachsaat Rasensamen von AL-KO nur empfehlen. Damit sich dieser gut mit dem Boden verbindet, rate ich dazu, die Aussaat anschließend mit einer Walze oder Trittbrettern festzudrücken“, so der Experte. Danach sollte man die Fläche möglichst nicht mehr betreten, bis sich die Grasdecke geschlossen hat. Nach der Aussaat kommt die Bewässerung an die Reihe. Engelmann gibt hierzu folgende Ratschläge: „Nach dem Vertikutieren, Düngen und Säen muss der Rasen sehr regelmäßig und konstant bewässert werden. Zum einen deshalb, damit sich das Grün schnell erholt und zum anderen, um Keimlingen am Anfang keine Möglichkeit zu geben, sich durch Wurzeln mit Nährstoffen zu versorgen.“