04.10.2018
Was tun mit den Resten vom Halloween-Kürbis?

Ende Oktober ist es wieder soweit: Es klingelt an der Haustür und gruselig verkleidete kleine Hexen, Teufelchen und Fledermäuse fordern „Süßes, sonst gibt’s Saures“. Halloween steht vor der Tür! Aber nicht nur Süßigkeiten und Co. gehören zu diesem Brauch, auch das lustige Fratzen-Schneiden in die Kürbisse findet hierzulande immer mehr Anklang. Vor allem Kinder finden daran viel Spaß, den Kürbissen schaurige Gesichter zu verpassen. Bei der Größe eines normalen Speisekürbisses fällt beim Aushöhlen einiges an Fruchtfleisch an. Hier stellt sich die Frage: Wegwerfen? Nein! Daraus lässt sich vieles zubereiten, von der Suppe bis zum Auflauf.

1. Kürbiskerne rösten

Um aus den Kürbiskernen eine knusprige Leckerei zu zaubern, werden zuerst die Fruchtfleischreste in einem Sieb unter fließendem Wasser entfernt. Dann kommen die Kerne zum Rösten bei 180 bis 200 Grad Celsius in den vorgeheizten Backofen. Nach zehn Minuten Backzeit einfach aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen, schälen und knabbern. Die Kerne passen auch gut zum Salat oder veredeln selbstgemachten Brotteig zum Kürbiskernbrot.

2. Leckeres Chutney

Eine weitere Variante, die Kürbisreste zu verwerten, ist das Chutney. Das schmeckt nicht nur zu indischen Reisgerichten oder Fleisch, sondern bildet auch einen schönen Kontrast zu Käse oder Gemüse. Hierzu wieder wie oben schon beschrieben etwa 350 Gramm Kürbisfleisch klein würfeln, zwei Zwiebeln schälen und fein würfeln sowie zwei Tomaten putzen, waschen, vierteln und in kleine Würfel schneiden. In Anschluss 75 Gramm braunen Zucker schmelzen und alles in einen Topf geben und gut umrühren. In der Zwischenzeit einen Esslöffel eingelegte grüne Pfefferkörner, drei Esslöffel Weißwein-Essig und 100 Milliliter Gemüsebrühe zufügen, aufkochen und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Das Chutney hält sich ca. 3 Wochen im Kühlschrank.

3. Die Kürbissuppe – ein Herbstklassiker

Wer kennt sie nicht? Durch die vielfältigen Variationsmöglichkeiten bei Gewürzen und weiteren Zutaten kann man vom deftigen Eintopf bis zum feinen Süppchen alles zubereiten. Klassisch wird die Kürbissuppe mit Muskat und Sahne verfeinert. Ingwer und Kokosmilch geben ein asiatisches Aroma. Würzen Sie an kalten, ungemütlichen Tagen mal mit Chili, das feurige Aroma wärmt von innen. Welche Varianten es noch gibt findet Ihr hier.

4. Kürbiskuchen backen

Für die süße Verarbeitung des Kürbisfleischs hätten wir auch noch ein leckeres Rezept parat: Wie wär’s denn mal mit einem Kürbiskuchen? Hierzu solltet Ihr ca. 350 Gramm des Kürbisfleischs würfeln und in 100 Milliliter Wasser aufkochen und dann knapp 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Ist das Kürbisfleisch schön weich, einfach durch ein Sieb pürieren und das Ganze zusammen mit 250 Gramm Butter, 250 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillin-Zucker und einer Prise Salz cremig rühren. Für die typische Kuchenkonsistenz ist es nötig, sechs Eier einzeln unterzurühren sowie anschließend 500 Gramm Mehl und ein Päckchen Backpulver mischen und zum Kürbisfleisch dazugeben. Zu guter Letzt den Teig in eine gefettete, bemehlte Napfkuchenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C 50-60 Minuten backen. Guten Appetit!

Kleiner Tipp für alle, die noch nicht wissen, was sie mit den Kürbisresten anstellen sollen: Wenige Minuten in heißem Wasser gekocht, also blanchiert, kann man das Fruchtfleisch auch bis zu fünf Monate bei -18 Grad einfrieren.

Genug der Rezepte, jetzt heißt es fürs nächste Jahr eigene Kürbisse im Garten anpflanzen :-) Die notwendigen Gartengeräte finden Sie unter anderem hier.