06.09.2018
September ist Zwetschgenzeit!

Hallo September, hallo Zwetschgenzeit! Die sonnengereiften Früchte hängen jetzt erntebereit an allerlei Obstbäumen. Sie leuchten in satten Farben und bereits beim Anblick bekommt man Lust z.B. auf hausgemachte Marmeladen oder Zwetschgendatschi. Wir haben für Sie einige Tipps und Anregungen zusammengestellt, wie Sie die geernteten Früchte geschmackvoll weiterverarbeiten können. Von Marmelade über Kuchen bis hin zu getrockneten Früchten ist für jeden Geschmack etwas dabei.
 

Ideale Lagerbedingungen

Zwetschgen sind eine besondere Sorte der Pflaumen und sind im Spätsommer und Frühherbst frisch von den Bäumen erhältlich. Zudem kann man die beiden Früchte auch anhand ihrer unterschiedlichen Form auseinander halten. Pflaumen sind rundlich bis oval mit einer ausgeprägten Längsnaht und einem rundlich bauchigen Stein. Zwetschgen hingegen sind eher länglich-oval, etwas plattrund, mit spitzem Ende. Leider lassen sich Pflaumen und Zwetschgen nicht lange lagern. Somit kann man den puren Geschmack der geernteten Früchte auch nicht bis in den Winter hinein genießen. Den Geschmack von Zwetschgen und Pflaumen können Sie sich dennoch bewahren, indem Sie die Früchte zu feinen Köstlichkeiten weiterverarbeiten und dann durch Einkochen oder Einfrieren haltbar machen. Besonders gut eignen sich dazu Zwetschgen, da sich das Fruchtfleisch leichter vom Stein löst als bei Pflaumen.

Marmelade aus Zwetschgen – ein Hit am Tisch

Konservieren Sie ganz einfach den Spätsommer, indem Sie Zwetschgenmarmelade zubereiten.  Sie brauchen dafür höchstens eine Stunde und am süßen Ergebnis können Sie sich noch  in den kalten Jahreszeiten erfreuen.Was Sie brauchen: Einen großen Topf, einen Schaum- sowie einen Holzlöffel und Gläser mit passenden Deckeln. Bei einem Kilogramm Zwetschgen kommen 700 g Zucker hinzu. Waschen Sie die Zwetschgen und schneiden Sie diese klein. Anschließend mit Zucker aufkochen und danach mit geschlossenem Deckel eine Stunde ziehen lassen. Sobald das Obst weich ist, alles mit einer Gabel zerdrücken. Ist das Gemenge durchgekocht, kommt der Schaumlöffel zum Einsatz, mit dessen Hilfe Sie den Schaum abschöpfen. Nun können Sie noch nach Belieben z.B. Zimt zum Verfeinern zugeben. Füllen Sie anschließend die Marmelade in die vorher heiß abgespülten Gläser randvoll um. Deckel aufschrauben, auf den Kopf stellen, abkühlen und fest werden lassen. Die Zwetschgenmarmelade schmeckt köstlich auf einem Butterbrot, im Milchreis oder zum Müsli mit Joghurt oder Quark.

Zwetschgendatschi aus Hefeteig – da werden Kindheitserinnerungen wach

Ein Stück Zwetschengendatschi auf dem Teller zaubert damals wie heute Groß und Klein ein Lächeln ins Gesicht. Eine einfache Variante, die wie früher bei Oma schmeckt, ist die aus Hefeteig. Was Sie für den Teig brauchen: 350 g Mehl, 1/2 Würfel (21 g) frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe, 125 ml lauwarme Milch, 1 Prise Salz, 50 g Zucker, 50 g Butter, 1 Ei und etwas abgeriebene Schale von einer Zitrone.Was Sie für den Belag brauchen: 2 kg Zwetschgen, 50 g Zucker und 1 TL Zimt. Sieben Sie das Mehl in eine große Schüssel zu einem Berg und formen eine Mulde in der Mitte, in der Sie die Hefe mit Zucker sowie lauwarme Milch hinzufügen. Leicht verkneten und rund 20 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen. Danach die restliche lauwarme Milch, Salz, Zucker, weiche Butter, Eier und Zitronenschale zugeben. Alle Zutaten ordentlich vermengen und zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Nun heißt es, den Teig mit einem Tuch abgedeckt ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Sobald der Teig die entsprechende Größe erreicht hat, einmal ordentlich durchkneten und ab aufs Backblech, das mit Backpapier ausgelegt wurde. Legen Sie die zuvor gewaschenen und entsteinten Zwetschgenhälften dachziegelartig auf den Teig. Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel vermischen und den Kuchen mit knapp der Hälfte der Zuckermischung gleichmäßig bestreuen. Den Backofen auf 200 ° C vorheizen, den Zwetschgendatschi in die Mitte der Backröhre einschieben und mit Ober/Unterhitze 35 Minuten backen. Ist der Kuchen fertig, die restliche Zimt-Zucker-Mischung drüberstreuen. Anschließend mit geschlagener Sahne servieren, genießen und den Spätsommer einläuten!

Süße Momente für Zwischendurch, die gesund sind

Gerade wenn es draußen langsam kälter wir, steigt die Lust auf Süßigkeiten. Eine gesunde Alternative zu Keksen und Co. sind getrocknete Zwetschgen. Geben Sie einfach die gewaschenen und getrockneten Früchte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backrost. Stellen Sie den Backofen auf 70 Grad bei Heißluft und schieben das Rost in die mittlere Schiene. Die Zwetschgen bleiben nun 6 Stunden im Ofen. Dabei ist es wichtig, dass Sie den Ofen einen Spalt geöffnet lassen. Das gelingt wunderbar mit einem eingeklemmten Handtuch oder Kochlöffel. 

 

Ein abschließender Tipp unter Profis: Steht ein Zwetschgenbaum in Ihrem Garten, empfehlen wir, die Obstwiese zu mähen, dann entdecken Sie das Fallobst leichter. Passendes Equipment dazu finden Sie unter www.al-ko.com/garten.